Robert Storr - Biennale von Venedig

Die Atmosphäre war feindlich!

Rückblick im Zorn:Biennale-Leiter Robert Storr kritisiert Kollegen

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Robert Storr, 57, Leiter der vergangenen Biennale in Venedig, blickt im Zorn zurück. Der Job habe ihm zwar viel Freude, aber auch eine große Frustration eingebracht. In einem Interview mit dem italienischen "Giornale dell’Arte" im Januar sagte Storr, Biennalepräsident Davide Croff und der für die Organisation zuständige Renato Quaglia hätten sich den Forderungen der Kuratoren gegenüber stets "gleichgültig und verächtlich" gezeigt.

Storr sagte, Croff habe ihm nie gestattet, offen im Verwaltungsrat über die Probleme zu sprechen. Er hätte auch seine E-Mails nicht beantwortet. "Die Atmosphäre war feindlich und gestört." Am schlimmsten seien die bürokratischen Schwierigkeiten gewesen. "Man wusste nie, wie groß das Budget eigentlich war." Renato Quaglia trat einen Monat vor der Biennale-Eröffnung wegen Meinungsverschiedenheiten mit Storr von seinem Amt zurück. Davide Croff wurde im Dezember 2007 durch den neuen Biennalepräsidenten, Paolo Baratta, ersetzt. Ute Diehl

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