Museum Ludwig - Kölner Karneval

Museum Ludwig unter Jecken

Zum ersten Mal ist das Kölner Museum Ludwig mit einem eigenen Karnevalswagen beim Rosenmontagszug dabei
Kölle Alaaf!:Kasper König wirft am Rosenmontag Kamelle

Entwurf des Karnevalswagens von Karikaturist Burkhard Fritsche

Wenn am Rosenmontag (4. Februar) in Köln "dr Zoch kütt" (auf Hochdeutsch: der Karnevalszug sich durch die Straßen der Domstadt windet), dann fliegen die "Kamelle" (Bonbons, beziehungsweise Süßigkeiten in jedweder Form) von einem Festwagen, wie es ihn noch nie gegeben hat.

Das Museum Ludwig ist mit einem vom Karikaturisten Burkhard Fritsche entworfenen Wagen dabei, auf dem die Querelen um die sechs Meter hohe Statue des "David" von Peter Feldmann durch den Kakao gezogen werden.

Diese steht seit Juli 2006 auf dem Heinrich-Böll-Platz nahe dem Museum Ludwig und erregt den Zorn zahlreicher Kölner – nicht etwa, weil der Künstler aus Kölns Hass-Metropole Düsseldorf stammt – der schweinchenrosa David ist splitternackt! Inzwischen ist er so mit Farbe beschmiert worden, dass er zur Restaurierung abmontiert werden musste.

Auf dem Karnevalswagen bietet ein prüder Bürokrat dem Nackedei aus Pappmaché seine offenkundig nicht mehr ganz taufrische Unterhose mit dem Ruf "Nemm ming" (Nimm meine) an. Museumsdirektor Kasper König wird mit Kollegen rund 3000 "Strüssjer" (Blumensträuße) und Schokowaffeln unters närrische Volk werfen.

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