World Press - Photo Award

Bild einer Apokalypse

Der Brite Tim Hetherington fotografierte das World Press Photo 2007

Das Foto symbolisiert auf einfache und doch ergreifende Art die Unmenschlichkeit und Sinnlosigkeit des Krieges überhaupt: Ein amerikanischer Soldat lehnt völlig erschöpft an einem düsteren Erdwall, die dunklen Farben des Bildes erinnern die Allgegenwart der Apokalypse.

Diese findet in Afghanistan statt, der Ort ist der "Restrepo-Bunker", benannt nach einem Soldaten, der hier nicht lange zuvor von Aufständischen getötet worden war. Der britische Fotograf Tim Hetherington fotografierte die Szene am 16. September 2007, die Aufnahme für die Zeitschrift "Vanity Fair" wurde jetzt zum World Press Photo of the Year 2007 gekürt.

Der Titel wird verliehen von der World Press Photo Foundation, einer unabhängigen Non–Profit–Organisation mit Sitz in Amsterdam. "Das Foto zeigt die Erschöpfung eines Mannes – und die Erschöpfung einer Nation", heißt es dazu in der Begründung des Juryvorsitzenden Gary Knight.

In diesem Jahr gab es eine Rekordbeteiligung: 5019 Fotografen aus 125 Ländern hatten ihre Arbeiten eingereicht. Preise wurden in zehn unterschiedlichen Kategorien verliehen wie Topnachrichten, tägliches Leben, Porträts, Sport, Kunst und Unterhaltung oder Natur.

Ausstellung "World Press Photo 2007"

Ausgewählte Stationen: Kitzingen, Rathaushalle (bis 16.2.), Chemnitz, Galerie Roter Turm (19.2.–1.3.), Ulm, Sparkasse Ulm (19.2.–29.3.), Magdeburg, City Carré (1.4.–19.4.), Hamburg, Gruner + Jahr Pressehaus (1.5.–25.5.), Zürich, Sihlcity (8.5.–29.5.), Berlin, Willy-Brandt-Haus (20.5.–22.6.), Maastricht, Centre Céramique (1.11.–23.11.)
http://www.worldpressphoto.org/