Kunstraub Zürich - Sammlung Bührle

Meisterwerke lagen auf Rücksitz

Die Zürcher Polizei ist der Aufklärung des Kunstraubs in der Zürcher Sammlung Bührle einen großen Schritt näher gekommen: Am Montagabend wurde auf dem Besucherparkplatz der psychiatrischen Klinik Burghölzli ein weißer Opel Omega entdeckt – darin, wie die Polizei heute bestätigte, wurden zwei der vier gestohlenen Bilder sichergestellt.
Zwei von vier Bildern gefunden:Erster Fahnungserfolg der Zürcher Polizei

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Wie die Polizei Zürich heute bestätigte, sind zwei der vier Bilder, die am 10.Februar in der Sammlung Bührle erbeutet wurden, gefunden worden. Es handelt sich dabei um die Werke "Mohnfeld bei Vetheuil" von Claude Monet und "Blühende Kastanienzweige" von Vincent van Gogh – in einem Gesamtwert von rund 70 Millionen Franken. Immer noch verschollen ist das wertvollste Bild, "Knabe mit der roten Weste" von Paul Cézanne, sowie "Ludovic Lepic und seine Töchter" von Edgar Degas.

Ein Mitarbeiter der psychiatrischen Klinik Burghölzli informierte den Parkplatzwächter, dass auf dem Parkplatz ein weißer Opel Omega "komisch dastehe" und sich darin Bilder befänden. Der Wächter informierte umgehend die Polizei, welche das Auto zu weiteren Inspektion abtransportierte. Danach löste die Polizei eine umfangreiche Spurensicherung aus. Das Auto befand sich nur wenige hundert Meter von der Sammlung Bührle entfernt.

"Die Bilder befinden sich in einem guten Zustand", teilte der Polizeisprecher heute anlässlich einer Pressekonferenz in Zürich mit. Weitere Informationen konnte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht geben.

Bei dem bewaffneten Raubüberfall auf die Sammlung Bührle am 10.Februar hatten drei Täter innerhalb von wenigen Minuten vier Gemälde von Claude Monet, Vincent van Gogh, Edgar Degas und Paul Cézanne erbeutet.

Trotz der aktuellen Empfehlung von David Vuillaume, Generalsekretär des Verbands der Museen der Schweiz, "eine erhöhte Wachsamkeit walten zu lassen", kam es auch am Freitag, den 15. Februar, wieder zu einem Einbruch in ein Privathaus, bei dem elf Gemälde im Gesamtwert von 300.000 Franken erbeutet wurden.

Ob zwischen diesen Einbrüchen und dem Überfall auf die Bührle-Sammlung ein Zusammenhang besteht, ist noch unklar.