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VITTORIO SGARBI, (55), italienischer Kunsthistoriker und Politiker, versteigert 200 Gemälde aus seiner Sammlung.
Er war unter Berlusconi stellvertretender Kulturminister, wurde wegen seiner cholerischen Neigung aus dem Amt entlassen, war Fernsehmoderator und ist heute Kulturdezernent in Mailand. Jetzt hat er kein Geld mehr.
"Als Berlusconi noch für meine Fernsehauftritte sorgte, verdiente ich rund eine Million Euro im Jahr. Ich gab das Geld für Kunstkäufe aus. Damit ist es jetzt vorbei.“
Das Fernsehen hatte Sgarbi populär aber nicht beliebt gemacht. Seine Sendung „Tägliche Unhöflichkeiten“ auf Canale Cinque, einem Sender Berlusconis, brachte ihm so viele Prozesse ein, dass sie abgesetzt werden musste.
In seinem Elternhaus in der Nähe von Ferrara, einem Palazzetto aus dem 16. Jahrhundert mit dreissig Zimmern, häuft er einen grossen Teil seiner 3500 Gemälde und Skulpturen.
Seine Mutter Rina sagt: "Das wird jetzt zu viel! Wir sind auch nicht mehr so jung .“
Am 5.März werden im Mailänder Auktionshaus „Finarte“ 200 Gemälde vor allem manieristischer und barocker Maler versteigert, darunter eine auf 300 Tausend Euro geschätzte „Madonna mit Kind“ von Guercino.
Mit dem Erlös will Sgarbi im Schloss von Ferrara ein Museum für seine Sammlung einrichten. 2010 soll die Eröffnung sein.