Esko Männikkö - Fotopreis

Auf der Spur der einsamen Männer

Ehrung für einen Porträtisten der Isolation
Fotopreis der deutschen Börse:für den finnischen Fotografen Esko Männikkö

Esko Männikkö "Utajärvi", 1991

Der finnische Fotograf Esko Männikkö (art 4/2006) hat den diesjährigen Fotopreis der Deutschen Börse gewonnen. Männikkö ist in den Neunziger Jahren durch Porträts einsamer Männer in Nordfinnland bekannt geworden – alles Selbstporträts wie er sagt. In anderen Projekten dokumentierte er das Grenzgebiet Mexico/Texas, eine alte Pulloverfabrik und Tiere. Männikkö war für seine Retrospektive "Cocktail 1990–2007", die vergangenen Herbst im Museum Millesgården in Stockholm zu sehen war, nominiert worden.

"Als Porträtist der Isolation dokumentiert Männikkö mit viel Humor, Wärme und Integrität das Leben und den Alltag von Vorstadtbewohnern", heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Börse. Weitere Finalisten für den Preis waren John Davies, Jacob Holdt und Fazal Sheik. Der Fotopreis der Deutschen Börse ist mit 30 000 britischen Pfund (knapp 40 000 Euro) dotiert. Derzeit ist eine Ausstellung mit Arbeiten der Nominierten in der Photographers Gallery in London zu sehen. In den vergangenen Jahren waren Walid Raad (2007) für sein Projekt "The Atlas Group 1989–2004", Robert Adams (2006) und Luc Delahaye (2005) mit dem Fotopreis der Deutschen Börse ausgezeichnet worden.
Clemens Bomsdorf

"Deutsche Börse Photography Prize 2008"

Ausstellung: bis 6. April
http://www.photonet.org.uk/index.php?pid=4

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