Städel-Museum - DZ-Bank

Städel erhält Konvolut aus DZ-Bank-Kunstsammlung

Für seinen neuen Erweiterungsbau, dessen Eröffnung für 2010/11 geplant ist, konnte sich das Frankfurter-Städel Museum jetzt mehr als 200 Fotoarbeiten aus der Sammlung der DZ-Bank sichern.

Die Arbeiten von 76 Fotokünstlern, darunter Klassiker der Moderne wie Richard Avedon oder Andy Warhol, aber auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstler wie Olafur Eliasson, Hiroshi Sugimoto, Thomas Ruff oder Richard Prince, sollen auf Dauer im Museum verbleiben – jedoch nicht als Schenkung oder Dauerleihgabe.

Städel und DZ-Bank haben eigens eine gemeinsame GmbH gegründet, die Eigentümerin der Fotografien wird und "deren alleiniger Zweck die dauerhafte Überlassung der Werke an das Museum ist". Rückforderungen der Bank oder Verkäufe durch das Museum sollen hiermit verhindert werden. Die DZ-Sammlung zeitgenössischer Fotografie zählt mit zirka 6000 Werken weltweit zu den größten ihrer Art und umfasst neben klassischer Reportagefotografie unter anderem grundlegende Werke von Bernd und Hilla Becher und deren Schülern.

Die Werke, die Städel-Direktor Max Hollein für sein Museum ausgewählt hat, sollen den Grundstock einer bisher nicht vorhandenen Fotografiesammlung des Städel bilden. Einzelne Galerieräume des Erweiterungsbaus sollen deshalb künftig als "DZ BANK-Galerie" bezeichnet werden. Einen Querschnitt durch die Sammlung der DZ-Bank bietet das Städel bereits in diesem Jahr. Vom 18. Juni bis 21. September präsentiert das Museum eine Ausstellung zum 125-jährigen Bestehen der Bank.

Mehr zum Thema im Internet