Maurizio Nannucci - Magdeburg

Das Leuchten am Fluss

Der italienische Lichtkünstler Maurizio Nannucci hat eine alte Eisenbahnbrücke in Magdeburg zum Strahlen gebracht.
Das Leuchten am Fluss:Maurizio Nannucci verwandelt eine Brücke in Magdeburg

Maurizio Nannuccis Lichtinstallation an der alten Hubbrücke in Magdeburg

Magdeburg hat viele unschöne Plattenbauten, eine pinkfarbene "Grüne Zitadelle" von Friedensreich Hundertwasser – aber auch einen grandiosen Dom aus dem 13. Jahrhundert und jetzt ein neues, attraktives Wahrzeichen: die historische Hubbrücke, eine stillgelegte Eisenbahnbrücke über die Elbe, die der italienische Lichtkünstler Maurizio Nannucci in ein leuchtendes Gesamtkunstwerk verwandelt hat. Ab Einbruch der Dunkelheit strahlen an der Eisenkonstruktion rote und blaue Neonbuchstaben, die den Spruch "von so weit her bis hier hin" und "von hier aus noch viel weiter" ergeben.

Das weithin sichtbare Lichtkunstwerk ist Teil des Projekts "Die Elbe (in)between" des Kunstmuseums im Kloster Unser Lieben Frauen, mit dem der öffentliche Raum am Fluss aufgewertet werden soll – hier ist es eine Brache ehemaliger Hafen- und Industrieanlagen.

"Eine Neonarbeit für diese aufgegebene Magdeburger Eisenbahnbrücke zu entwerfen, bedeutete für mich, räumliche und zeitliche Perspektiven in eine ortsbezogene Lichtinstallation zu integrieren. Ich setze ein Zeichen, das in viele Richtungen ausstrahlt und nicht etwa diesen einen Ort beschreibt, sondern mit oszillierenden Farbtönen verschiedene Situationen, Licht- und Denkräume erzeugt", erläutert Nannucci seine Arbeit.