02 / 12 / 2008
Documenta 13
Carolyn Christov-Bakargiev
CHRISTOV-BAKARGIEV SOLL DOCUMENTA 13 LEITEN
Die Documenta 13 im Jahr 2012 wird voraussichtlich von Carolyn Christov-Bakargiev, seit 2002 Chefkuratorin am Castello di Rivoli in Turin, geleitet. Das war aus gut unterrichteten Quellen aus dem Umfeld der Documenta zu erfahren. Documenta-Geschäftsführer Bernd Leifeld mochte sich zu diesem Thema noch nicht äußern. "Morgen früh um 9 Uhr tritt der Aufsichtsrat zusammen und wird die Entscheidung der Findungskommission zur Kenntnis nehmen – und um 12 Uhr gibt es die Pressekonferenz. Das ist das Verfahren und ich schütze dieses Verfahren." Er sei ein "Kämpfer für die Sauberkeit des Verfahrens, und ich wünsche der künstlerischen Leitung der Documenta 13 einen sauberen Start – damit wir uns alle wieder inhaltlich auf die Kunst stürzen können und es nicht diese Trainerwechselskandale wie in der Bundesliga gibt".
Christov-Bakargiev leitete 2008 die Sydney-Biennale
Carolyn Christov-Bakargiev, die in diesem Jahr die Sydney-Biennale geleitet hat, wurde gestern in der Presse als eine von fünf Aspiranten gehandelt: Außer der US-Amerikanerin wurden auch noch Massimiliano Gioni, New Museum New York, die Brasilianerin Lisette Lagnado, Chefkuratorin der 27. Biennale von São Paulo, Douglas Fogle, Kurator für Gegenwartskunst am Carnegie Museum of Art in Pittsburgh, und Catherine Zegher, Direktorin für Ausstellungen und Publikationen der Toronto Art Gallery of Ontario genannt.
Christov-Bakargiev, 51, hat sich als unabhängige Ausstellungskuratorin einen Namen gemacht. Sie organisierte unter anderem für die Venedig-Biennale 1993 eine Hommage an John Cage, im selben Jahr gehörte sie zur künstlerischen Leitung der Kulturhauptstadt Antwerpen. 1997 organisierte sie eine an mehreren Orten in Rom stattfindende Schau mit dem Titel "Citta-Natura" (Stadt-Natur). Gemeinsam mit Laurence Bossé und Hans Ulrich Obrist kuratierte sie die Ausstellungsserie "La Ville, le Jardin, la Memoire" (1998 bis 2000) in der Villa Medici in Rom, an der sich unter anderem Janett Cardiff, Olafur Eliasson und Cai Guo Qiang beteiligten. Für das Castello die Rivoli richtete sie unter anderem 2004 eine Ausstellung mit William Kentridige aus, die auch vom K20 in Düsseldorf übernommen wurde, und Soloschauen von Pierre Huyghe und Franz Kline.
02 / 12 / 2008
4 Leserkommentare vorhanden
CK TheJunction
18:25
02 / 12 / 08 //
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Gute Wahl in meinen Augen, sofern sie es auch wirklich wird. lg CK, <a href:="http://www.thejunction.de">TheJunction</a>
Werner Hahn
21:01
02 / 12 / 08 //
Chefin der documenta 13: Frau Carolyn Christov BAKARGIEV
Nr.1 in der Feuilleton-Medienwelt war FAZ.Net mit einer Kandidaten-Listen-Meldung vom 01.12.08, die andere zitiert haben. Quasi „amtlich“ konnte die HNA (Online Kassel am 02.12.) über die auserwählte d13-Macherin berichten. Offiziell wird die Entscheidung am Mittwoch, den 03.12.2008 bekannt gegeben. Gegen fünf weitere Kandidaten hat sich die 50jährige künstlerische Direktorin des Turiner Castello di Rivoli (Museum für zeitgenössische Kunst) durchgesetzt: Frau Carolyn Christov BAKARGIEV. Sie wird für die documenta 13 verantwortlich sein, die im Jahr 2012 stattfinden soll. BAKARGIEV würde in ihrer Arbeit „vor allem auf die Beziehungen zwischen der historischen Avantgarde und der zeitgenössischen Kunst“ schauen, liest man. Über das „Verhältnis zwischen zeitgenössischer Poesie und Malerei“ schrieb die Chefin eine Diplomarbeit. Wird die d13-Chefin die große Gestaltungsfreiheit, die mit einer d13-Leitung verbunden ist, SINNVOLL nutzen? Grenzenlos ist die Macht der d-MacherInnen; unkontrolliert betrieben sie seither ihre persönliche "Kunst"-Politik. Eine große Verantwortung lastete auf der Findungs-Kommission; die negativen öffentlichen BUERGELIADE-Kritiken mussten verarbeitet werden. Wie wird Sprecher Kasper König die Wahl begründen?!
Werner Hahn
21:14
02 / 12 / 08 //
Warum konnten Findungs-Mann&Frau documenta-13-Träume nicht erfüllen!?
Im Traum erschien dem KUNSTZEITUNGs Chef SCHMID der Vorschlag „Findungskommissare als Kuratoren“: Zuletzt habe so manche/r documenta-Leiter/in mit KUNST „mehr eigene Visionen und Reflexionen illustriert, als der KUNST selbst jenen Atem zu geben, den eine Ausstellung braucht“. Und: seit der d10-DAVID-documenta bis zur BUERGELiade (d12) habe man „fleißig daran gearbeitet, der Liebe (zum Kunstwerk) den Garaus zu machen.“ Auch der Medientheoretiker Peter WEIBEL meinte zu SCHMID: „Der Traum sollte wahr werden. Ich finde Ihre Idee, die documenta-Findungskommission sollte selbst documenta-Leiter werden, ausgezeichnet und für eine documenta im 21. Jahrhundert adäquat. Alle Mitglieder des Teams verfügen über so viele Kompetenzen, dass es eine Illusion wäre zu glauben, die Kompetenzen eines einzelnen Kurators könnten umfangsgleich sein. Sie sollten diese Idee weiter propagieren, weil ich sie wirklich überzeugend finde. Eine bessere Leitung der documenta als das Team, das einen Leiter finden soll, wird es nicht geben.“ (KZ) Nun die Enttäuschung: Die d-XIII-Findungs-Kommission wollte (sollte ?) unbedingt eine Ein-Mann/Frau-Schau zur d13 haben. Kritik in: „ZUKUNFT der documenta: documenta-ChefIn für 2012 gesucht – Zur vorläufigen UNREFORMIERBARKEIT der documenta-Institution“ (ZEIT Online). Eine kritische documenta-Dokumentation zur miserabelen Kultur-Politik in Hessen.
Werner Hahn
18:44
03 / 12 / 08 //
Carolyn Christov-BAKARGIEV wurde documenta-13-Chefin
Die Amerikanerin Carolyn Christov-BAKARGIEV übernimmt die künstlerische Leitung der Documenta im Jahr 2012. Ihr Konzept wollte Christov-Bakargiev jedoch noch nicht verraten. „Ich bin hier, um Ihnen nichts zu sagen", entgegnete die arrogante Dame auf Fragen der Medien-Leute. SPIEGEL Online mutmaßte vorab: „Verkopft, divenhaft, dilettantisch - so wie ihre Vorgänger wird sich die designierte Leiterin der Documenta 13 garantiert nicht präsentieren!“ Und: Sie werde die „Weltkunstschau“ wohl nicht „umkrempeln“. Keine Angst vor Fehlern oder Missverständnissen habe die d13 Chefin, sagte sie vor den Medienvertretern am 03.12.08. auf einer Pressekonferenz in Kassel. Denn Missverständnisse führten zu mehr Kreativität. Sie wolle in der Kunst mit Kompositionen verwirren und so zum Nachdenken anregen, meinte die vom Aufsichtsrat einstimmig gewählte 50-Jährige. MEHR: "Kann die documenta-13-Macherin BAKARGIEV KUNST-EVOLUTION fördern?" In: DIE ZEIT ONLINE v. 03.12.08.
