Staatsgalerie Stuttgart gibt Bild zurück

Die Staatsgalerie in Stuttgart hat ein in der Nazizeit unter Zwang verkauftes Kunstwerk an die Erbengemeinschaft des jüdischen Galeristen Max Stern (1904-1987) zurückgegeben.

Die Übergabe fand am Dienstag in der kanadischen Botschaft in Berlin statt, wie das Wissenschaftsministerium in Stuttgart mitteilte.

Das Gemälde "Maria mit Kind" stamme von einem unbekannten vermutlich westfälischen Meister, hieß es in der Mitteilung. Zusammen mit dem Holocaust Claims Processing Office in New York hatte die Staatsgalerie Stuttgart die Verkaufsgeschichte des Gemäldes erforscht. Dabei fand man heraus, dass der Verkauf des Gemäldes nach dem Erlass der Nürnberger NS-Rassegesetze 1935 stattfand und somit NS-verfolgungsbedingt einzustufen sei. Die Rückgabe des Kulturgutes erfolge auf der Grundlage der Washingtoner Erklärung von 1998, zu deren Umsetzung sich Deutschland verpflichtet hat.

Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag) hatte der Düsseldorfer Kunsthändler Stern das Bild um 1938 unter Druck verkaufen müssen, um eine Ausreisegenehmigung für seine Mutter zu erhalten. Das Stuttgarter Museum habe das Werk nach dem Krieg aus einer Privatsammlung erworben. dpa

aktuellere News:
< OB Feldmann für Romantikmuseum  >

nächste News:
< Drei Auktionshäuser für Sammlung Rau >


Abo