Baselitz-Galerist schenkt Bilder nach Paris

Aus Enttäuschung über die deutsche Museumspolitik verschenkt der langjährige Baselitz-Galerist Michael Werner Teile seine Sammlung nach Paris.

"Es gibt keine Sammlung der deutschen Kunst nach 1945, niemand hält das für notwendig", sagte Werner dem Kunstmagazin "Monopol" (September-Ausgabe). Die Schenkung an das Pariser Musée d"Art Moderne gebe ihm die Möglichkeit, "einigen deutschen Museumsdirektoren einmal in den Hintern zu treten".

Der Kölner Galerist gilt als einer der wichtigsten Kunsthändler Deutschlands. Er hat Künstler wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz, A.R. Penck und den verstorbenen Jörg Immendorf bekanntgemacht und auch gesammelt.

Die Auswahl der Schenkung habe vor allem der Pariser Museumschef vorgenommen, sagte er. "Ohne Auflagen von mir. Es ist eine bedingungslose Schenkung, wie das sein muss." Im Oktober will das Museum die Werke in einer umfangreichen Ausstellung präsentieren. dpa

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