Elbphilharmonie frühestens 2015 fertig

Die Hamburger Elbphilharmonie wird frühestens im Sommer 2015 fertig.

Das geht aus dem neuen Sachstandsbericht zur Elbphilharmonie hervor, der am Dienstag vom Hamburger SPD-Senat beschlossen wurde. «An den halbjährlichen Bericht ist das Eckpunktepapier angehängt, auf das sich die Stadt und Hochtief Anfang Juli geeinigt haben», sagte der Sprecher der Kulturbehörde, Karl Olaf Petters, am Dienstag auf dpa-Anfrage. Mit der Drucksache soll die Bürgerschaft offiziell über den Fortgang des 500 Millionen Euro teuren Projekts informiert werden. Wann das Eckpunkte-Papier vertraglich fixiert wird, konnte Petters noch nicht sagen. "Dazu werden momentan sehr intensive Gespräche geführt."
Die Arbeiten auf Hamburgs bekanntester Baustelle ruhten seit November 2011, weil sich die Stadt und der Baukonzern Hochtief nicht über Probleme beim Bau des Daches und gesteigerte Kosten einigen konnten. In dem Eckpunktepapier verständigten sich beide Seiten Anfang Juli drauf, das Projekt neu zu ordnen. "Das Eckpunktepapier ist ein Meilenstein, weil alle Beteiligten sich damit verbindlich auf
den Weg verständigt haben, wie die Elbphilharmonie erfolgreich
fertiggestellt werden soll", sagte Petters. Nun gehe es um die
Umsetzung und die rechtsverbindliche Vereinbarung insbesondere der künftigen Zusammenarbeit zwischen der Baufirma und den Architekten.

So sollen Hochtief und die Architekten künftig gemeinsam planen, dafür ein Jahr Zeit bekommen und anschließend noch zwei Jahre bauen. Außerdem sollen alle strittigen Kostenfragen von einem Schiedsgericht geklärt werden. Zunächst sollte das Konzerthaus 77 Millionen Euro kosten und 2010 fertig sein. Mittlerweile liegen die Kosten für den Steuerzahler bei mindestens 323 Millionen Euro.

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