Berühmte Mosaiken restauriert

Die weltberühmten Bodenmosaiken der 330 n.Chr. erbauten römischen Luxusvilla "Casale" auf Sizilien können nach sechsjähriger Restaurierung wieder besichtigt werden.

Die Kosten der Instandsetzung betrugen 18 Millionen Euro und wurden zum größten Teil von Brüssel getragen. Seit 1997 gehört der 1,5 Hektar große Gebäudekomplex in der Nähe von Piazza Armerina zum Weltkulturerbe der Unesco. 2004 hatten amerikanische Touristen spontan eine Reinigung der Mosaiken vom herumliegenden Müll organisiert.

Der Kunsthistoriker Vittorio Sgarbi bezeichnete damals die vollkommen vernachlässigte Ausgrabungsstätte als einen "Saustall". 2006 wurde ihm die kommissarische Leitung der Restaurierung übertragen. Die Plastiküberdachung hatte Feuchtigkeit verursacht und zu Verkrustungen der Mosaiken geführt. 120 Millionen Steinchen wurden einzeln gesäubert, neue Schutzdächer und Geländerstege für die Besucher gebaut. Jetzt sind die phantastischen Jagdszenen, geometrischen Dekorationen, afrikanischen Tiere und die berühmten Bikini-Mädchen, die von nordafrikanischen Handwerkern ausgeführt wurden, wieder deutlich zu erkennen. Demnächst sollen auch die Thermen und die Gartenalage der Villa restauriert werden. Dafür stehen bereits sieben Millionen Euro zur Verfügung. U.D.

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