Bode-Preis für Thomas Bayrle

Der Preisträger setzte mit seiner riesigen, raumfüllenden Installation auf der documenta 13 einen deutlichen Akzent

Der Kasseler Arnold-Bode-Preis geht in diesem Jahr an den documenta-Künstler Thomas Bayrle, der Magistrat hatte am Montag über die Vergabe des Preises entschieden. Der Preis, nach dem Begründer der documenta, Arnold Bode (1900 bis 1977), benannt, ist mit einem Preisgeld von 10 000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre sowie zusätzlich in documenta-Jahren an bedeutende Künstlerinnen und Künstler der Gegenwart vergeben.

Thomas Bayrle wurde 1937 in Berlin geboren, lebt seit langem in Frankfurt am Main und hat dort bis 2002 an der Städelschule gelehrt. Mit einer schon räumlich überwältigenden Installation aus zwei großformatigen Wandbildern - "Carmageddon" und "Flugzeug" - sowie einer Anzahl rotierender Flugzeug- und Automotoren hat Thomas Bayrle im Rahmen der documenta 13 in der documenta-Halle einen deutlichen Akzent gesetzt. Die Arbeit ist ein künstlerischer Höhepunkt von Bayrles Beschäftigung mit dem Prinzip der permanenten Wiederholung des Gleichen als emblematischen Charakterzug unserer Massengesellschaft, ob es nun den Verkehr, den Konsum oder die Medien betrifft.
Die Preisverleihung findet am 14. September in der documenta-Halle statt. Laudatorin ist die künstlerische Leiterin der documenta, Carolyn Christov-Bakargiev. pb

aktuellere News:
< Rückkehr von Cranach-Altarflügel Ende 2012 >

nächste News:
< Denkmalschutz- Preis für UT Connewitz >


Abo