Rechtsradikale überfallen Vernissage in Erfurt

Gewalttätige Rechtsextremisten sollen eine Ausstellungseröffnung des Kunsthauses Erfurt gestört haben.

Wie das Kunsthaus am Sonntag mitteilte, hätten acht Neonazis unter anderem Naziparolen gerufen, den Kurator der Ausstellung zusammengeschlagen und ihm das Nasenbein gebrochen sowie der Leiterin des Kunsthauses eine volle Bierflasche auf den Kopf geschlagen. Eine Besucherin soll auf dem Heimweg in Gegenwart ihres Kindes mit dem Kopf auf die Kühlerhaube eines Autos geschlagen worden sein. Die Polizei konnte die Gruppe nach kurzer Flucht stellen und in Gewahrsam nehmen. Dabei wurde eine Polizistin verletzt.

Laut einem Polizeisprecher werde erst noch geprüft, ob es sich bei den Tätern um Rechtsextremisten handle. Die Polizei ermittle wegen des Verdachtes der gefährlichen Körperverletzung, weil unter anderem Flaschen in die Menge geworfen und dabei mehrere Menschen verletzt wurden. Die vom Kunsthaus geschilderten Taten seien bisher nicht bekannt. Die Festgenommenen kamen wieder auf freien Fuß. dpa

aktuellere News:
< Neue Kuratorin für Berliner Kunst-Werke >

nächste News:
< Pinakothek-Sanierung: Heubisch unter Druck >


Abo