Kleve: zu Besuch bei Beuys

Das Atelier von Joseph Beuys im Friedrich-Wilhelm-Bad wird ab September für die Öffentlichkeit zugänglich

Das Atelier von Joseph Beuys im alten Klever Kurhaus, das seit 1997 unter dem Namen "Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré-Sammlung" als Museum dient, wird ab dem 9. September erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In seinem Klever Atelier realisierte Beuys das berühmte "Büdericher Ehrenmal" (1958/59), einen auf dem Friedhof in Meerbusch-Büderich stehenden Grabstein für Fritz Niehaus, den Vater der Schauspielerin und Regisseurin Ruth Niehaus, und legte das Fundament für den erweiterten Kunstbegriff, auf dem seine Weltgeltung beruht. Bis einschließlich 8. September bleibt das Museum aufgrund erforderlichen Bauarbeiten geschlossen.

Die Wiederherstellung der ehemaligen Wirkungsstätte von Beuys in Kleve erfolgt im Zuge einer komplexen Baumaßnahme zur Vollendung des Museum Kurhaus Kleve. Seit 1997 können bereits zwei der drei Gebäudeteile des historischen Kurhauses museal genutzt werden. Der älteste Teil des Komplexes aber, das sogenannte Friedrich-Wilhelm-Bad, stand bisher nicht zur Verfügung. Zur Wiedereröffnung zeigt das Museum Kurhaus Kleve ab dem 9. September unter dem Titel "Mein Rasierspiegel – Von Dries Holthuys bis Joseph Beuys" erstmals vollständig und in allen Sälen seine Sammlung mit Meisterwerken vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Kurator der Sammlungspräsentation ist der frühere Leiter und jetzige Senior Kurator des Museums, Guido de Werd. pb

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