Wagner-Museum geschlossen - Christian Thielemann ist entzürnt

Es gibt wieder Ärger um das Richard-Wagner-Museum in Bayreuth. Wieder Ärger um das Richard-Wagner-Museum in Bayreuth. Erst kritisierte Wagner-Urenkelin Iris Wagner Pläne für ein Café im Umfeld des Komponisten-Grabes. Jetzt schimpft Stardirigent T

Das Richard-Wagner-Museum in Bayreuth ist derzeit geschlossen - und das entzürnt Stardirigent Christian Thielemann. "Ich bin vor ein paar Tagen dagewesen - ich dachte, mich laust der Affe", sagte der musikalische Berater der Festspiel-Leitung der Zeitung "Nordbayerischer Kurier" (Freitag). Das Museum im Haus Wahnfried, einst Wohnstätte der Familie Wagner, soll saniert und erweitert werden. Noch haben die Arbeiten nicht offiziell begonnen. Museumsleitung und Stadt schließen eine Fertigstellung im Jubiläumsjahr 2013, wenn Wagners 200. Geburtstag ansteht, aus.

Auch das kritisiert Thielemann: "Es ist mir egal, welche
Planungsschwierigkeiten es da gibt", sagte er der Zeitung. "Bis 2013 muss man das schaffen!"

Erst vor wenigen Wochen hatte sich die Wagner-Urenkelin
Iris Wagner beim Thema Wahnfried zu Wort gemeldet. In einem Interview mit dem "Fränkischen Tag" empörte sie sich über Pläne, im Zuge der Museumserweiterung ein Café im Garten im direkten Umfeld zum Grab Richard Wagners zu bauen. Mittlerweile hat der Bayreuther Stadtrat die Pläne geändert.

Thielemann ärgerte sich vor allem darüber, dass interessierte
Festspielgäste und Touristen beim Haus Wahnfried vor verschlossenen Türen stehen. "Ich denke da als Festspielgast: Ich komme hierher,will das Haus von Wagner sehen und stelle fest, es ist zu. Ich gehe in den Garten, sehe, die Fenster sind verhängt, es sind Bäume gefällt
worden, es sieht aus wie nach einem Bombenangriff - das ist ein handfester Skandal." Thielemann dirigiert in diesem Jahr zur Festspiel-Eröffnung am 25. Juli die Premiere der Oper "Der Fliegende Holländer".dpa

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