Schwerin erhält Geld für Uecker-Werke

Schwerin erhält 830 000 Euro vom Bund für Ankauf von Uecker-Werken

Das Staatliche Museum Schwerin kann dank einer 830 000 Euro-Finanzspritze des Bundes 14 Werke des Künstlers Günther Uecker ankaufen. Die Arbeiten stammen aus der
Privatsammlung Drautzburg, wie Kulturstaatsminister Bernd Neumann am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Weitere Geldgeber für den Ankauf seien die Kulturstiftung der
Länder, die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse
Mecklenburg-Schwerin. Das Museum bringe zudem Eigenmittel auf. Über die Höhe des Kaufpreises wurden keine Angaben gemacht. Durch den Erwerb erhalte das Staatliche Museum Schwerin die einmalige Gelegenheit, eine hochkarätige Dauerausstellung der Moderne zu verwirklichen, betonte Neumann.

Das Museum hat Ende 2010 den historischen Marstall nahe Schloss und Stammhaus vom Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern als zusätzliche Ausstellungsfläche zugesprochen bekommen. Auf 700 Quadratmetern soll dort eine große Uecker-Dauerausstellung einziehen, wie Museumsdirektor Dirk Blübaum sagte.

Neben den Arbeiten aus der Sammlung Drautzburg, die aus den 1960er bis 1980er Jahren stammten und den «klassischen» Uecker mit den bekannten Nagelbildern repräsentierten, sollen weitere 14 Werke aus der Schau «Der geschundene Mensch» dort aufgestellt werden.

Sie sind dem Thema Menschenrechte gewidmet und Anfang der 1990er Jahre entstanden. Diese Arbeiten, die bisher in einer
Wanderausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen (IFA) um die Welt getourt sind, sollen als Dauerleihgabe des Bundes nach Schwerin kommen, wie Blübaum sagte. Er hoffe, dass die Ausstellung in der neuen Museumsaußenstelle im nächsten Jahr eröffnet werden kann.

Günther Uecker wurde in Wendorf nahe Wismar geboren und wuchs auf der Halbinsel Wustrow auf. dpa

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