Fleck: "Brauche mich nicht zu verstecken"

Robert Fleck, Intendant der Bundeskunsthalle in Bonn, hat nach eigenen Angaben schon vor zwei Jahren entschieden, seinen Vertrag, der Ende 2013 ausläuft, nicht zu verlängern.

Mitte April 2012 habe er diesen Entschluss dem Kuratorium der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik mitgeteilt. Grund für diesen Schritt, sei allein sein Wunsch gewesen, vermehrt kunsttheoretisch zu arbeiten. Diese Chance habe er nun an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er seit einigen Monaten lehrt. Die Vorsitzende des Kuratoriums, Ingeborg Berggreen-Merkel habe Fleck bereits am 9. Mai schriftlich mitgeteilt, dass sie seine "Entscheidung angesichts der bisher erfolgreichen Wirkens in der KAH sehr bedauere".

Fleck war in den letzten Wochen in die Kritik geraten. Im Zusammenhang mit der aktuellen Anselm-Kiefer-Ausstellung in der Bundeskunsthalle wurde ihm eine fragwürdige Kooperation mit dem Sammler Hans Grothe vorgeworfen, da die Bonner Schau ausschließlich Kiefer-Werke aus der Sammlung des Duisburger Unternehmers zeigt.

Gegenüber art erklärte Fleck: "Das Kuratorium hat am letzten Dienstag, 19. Juni, getagt und mir volles Vertrauen auch für das künftige Programm 2012/13 ausgesprochen, das ich in der Sitzung vorgestellt habe." Die meisten Kuratoriumsmitglieder hätten anschließend die Kiefer-Ausstellung besichtigt und seien begeistert gewesen.

"Ich brauche mich für meine Leistung in Bonn nicht verstecken", sagte Fleck. "Einem Haus rein für Wechselausstellungen tut eine personelle Erneuerung nach fünf Jahren gut." ART

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