Deutsche hoffen auf Welterbe-Titel

Begleitet von großen Hoffnungen der deutschen Städte Bayreuth und Schwetzingen hat in St. Petersburg die 36. Sitzung des Unesco-Welterbekomitees begonnen.

Bis zum 6. Juli müssen die 21 Vertreter des Gremiums darüber entscheiden, welche Kultur- und Naturstätten in die begehrte Liste des Welterbes aufgenommen werden. Nominiert sind auch das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth und die kurfürstliche Residenz in Schwetzingen, wie die Unesco am Sonntag mitteilte. Insgesamt hoffen mehr als 30 Antragsteller in der russischen Stadt St. Petersburg auf den Welterbe-Titel.

Im Jahr des 40-jährigen Bestehens der Unesco ist Russland das erste Mal Gastgeber einer solchen Konferenz, wie das Außenministerium in Moskau mitteilte. Weltweit am bekanntesten unter den Nominierungen sind die Geburtskirche Jesu Christi und der Pilgerweg in Bethlehem. Es ist der erste Antrag der Palästinenser überhaupt. Die Entscheidungen im Welterbe-Komitee werden mehrheitlich auf Grundlage von Expertengutachten getroffen. Ausschlaggebend dafür sind der universelle Wert der Stätte sowie ein Plan, der den Erhalt für künftige Generationen sicherstellt.

Auf der Welterbeliste stehen heute 936 Kultur- und Naturstätten in 153 Ländern, darunter 36 in Deutschland. Das Übereinkommen der Unesco zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt wurde 1972 gegründet. Entschieden wird auch über die "Liste des gefährdeten Welterbes". Derzeit sind dort 35 Stätten gelistet, unter anderem die Altstadt und Stadtmauern von Jerusalem und der US-Nationalpark Everglades. In St. Petersburg nehmen nach Angaben des russischen Außenministeriums Vertreter aus mehr als 180 Ländern an der Konferenz teil. Fünf Länder kandidieren erstmals für die Welterbeliste, darunter neben den Palästinensern auch Katar, die Republik Kongo, Palau und Tschad.dpa

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