Kunst-Performance löste Polizeieinsatz aus

Eine Kunst-Performance hat einen Großeinsatz der Polizei in der documenta-Stadt Kassel ausgelöst.

Ein Gebäude am Kulturbahnhof wurde geräumt und weiträumig abgesperrt, Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz. Und sogar Spezialisten des Landeskriminalamts (LKA) wurden mit einem Hubschrauber eingeflogen. Dabei hatte lediglich eine Künstlerin die Aktion der documenta-(13)-Künstlergruppe Critical Art Ensemble genutzt, die Nicht-documenta-Künstlern einen Raum für eine Performance oder einen Vortrag stellt.

Die Künstlerin verteilte am Dienstag mit Speiseöl und einem
Tropfen Filmblut gefüllte Reagenzgläschen an Besucher, wie die Polizei mitteilte. Offenbar hatten Besucher zwei der verschlossenen Glasampullen dann ohne böse Absicht in einer documenta-Ausstellung im alten Zollamt liegen gelassen, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Mitarbeiter der Kunstausstellung fanden die Reagenzgläschen und lösten Alarm aus. Die Spezialisten des LKA untersuchten die Flüssigkeit - und gaben schließlich Entwarnung.

Von der Kunstaktion hatte die Polizei zunächst nichts gewusst und die Ampullen für einen bösen Scherz gehalten. Unter dem Strich sei man froh, "dass sich die mögliche Gefahrensituation letztlich als ungefährlich herausgestellt hat", hieß es bei der Polizei.dpa

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