Zwei Millionen Euro für Kulturaustausch

Der Austausch zwischen deutschen und afrikanischen Künstlern soll dieses Jahr mit gut zwei Millionen Euro aus der Bundeskasse gefördert werden.

Die Kulturstiftung des Bundes plant für solche Kooperationen die Einrichtung eines neuen Fonds ("TURN"), wie die Vorsitzende Hortensia Völckers am Montag in Berlin mitteilte. Insgesamt bewilligte der Stiftungsrat unter Vorsitz von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) Fördermittel von 16,5 Millionen Euro.

In Afrika sind laut Völckers in den vergangenen Jahren in vielen Ländern wie Senegal, Nigeria, Benin, Burkina Faso, Kenia oder Südafrika neue Zentren für zeitgenössische Kunst, Fotografie, Tanz, Performance und Film entstanden. Mit dem Fonds könnten deutsche Kultureinrichtungen neue Formen der künstlerischen Zusammenarbeit mit solchen innovativen afrikanischen Partnern erproben. Die Ausschreibungen sollen im Herbst anlaufen.

Weitere zwei Millionen Euro sind vorgesehen, um die Zusammenarbeit zwischen Theatern der freien Szene und festen Häusern in Deutschland zu fördern. Mit der Aufstockung des Fonds "Doppelpass" könnten künftig bis zu 30 statt der ursprünglich 20 geplanten Partnerschaften entstehen, hieß es. Die Resonanz der Theater- und Tanzszene auf das Programm sei überwältigend. Weitere Fördervorhaben sind etwa das Georg-Büchner-Jahr 2013, die Vermittlung Neuer Musik in Köln und das Projekt "Unterm Hakenkreuz" des Berliner Vereins Zwangsarbeit.

Die 2002 gegründete Kulturstiftung des Bundes fördert innovative Projekte, die bundesweite oder internationale Ausstrahlung haben. Derzeit bekommt sie jährlich 35 Millionen Euro aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers. Sitz ist Halle an der Saale. dpa

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