documenta-Chefin geht in die Luft

Die documenta-Kuratorin Carolyn Christov-Bakargiev ist am Tag vor der Eröffnung der Kunstausstellung mit einem Hubschrauber in die Luft aufgestiegen, um die Schere zwischen arm und reich zu demonstrieren.

Die amerikanische Künstlergruppe Critical Art Ensemble hatte auf einem Sportplatz in Kassel am Freitag ein rund 30 Meter hohes Transparent aufgebaut, auf dem der Anteil eingezeichnet war, den das ärmste Fünftel der Weltbevölkerung besitzt, und wie viel die jeweils nächsten 20 Prozent. Das reichste Prozent konnte jedoch nur durch den Hubschrauber dargestellt werden, der auf eine Höhe von mehr als 200 Metern stieg. Steve Kurtz, Gründungsmitglied des Critical Art Ensemble, erklärte, dies werde einem bewusst, wenn man oben im Hubschrauber sitze.

Auch Besucher konnten an solchen Flügen teilnehmen. Der Helikopter stand wenige Minuten in der Luft über der Hessenkampfbahn und setzte dann wieder auf. Von oben könne man die ganze Stadt sehen, sagte Christov-Bakargiev. Man fühle den Moment der Macht und wie schrecklich das sei.dpa

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