Kythera-Preis an Imi Knoebel

Der Maler und Installationskünstler Imi Knoebel erhält den mit 25 000 Euro dotierten Preis der Kythera-Kulturstiftung in Düsseldorf.

Knoebel (71) sei "ein Meister der Dekonstruktion und Abstraktion" in seinen Zeichnungen, Projektionen, Skulpturen und Installationen, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Besonders würdigte die Jury Knoebels Gestaltung von sechs Buntglasfenstern in der Kathedrale von Reims, die auf den Grundfarben blau, gelb und rot basieren.

Die Fenster besäßen eine "geistige Strahl- und sinnlich befeuerte Leuchtkraft", hieß es. In ihrer malerischen Dimension, der räumlichen Harmonie und einer spirituellen Transzendenz fügten sich die Fenster "zum elementaren Ausdruck des Schönen und Guten". Die Auszeichnung wird Knoebel am Mittwoch (23. Mai) im Düsseldorfer Ständehaus (K21) verliehen.

Die 2001 gegründete Kythera-Kulturstiftung unter Vorsitz von Gabriele Henkel würdigt Künstler, die einen "Beitrag zur Vermittlung der romanischen Kultur in Deutschland und umgekehrt" geleistet haben. Ausgezeichnet wurden bisher unter anderem der italienische Designer Franco Maria Ricci, der Verleger Klaus Wagenbach, der Regisseur Patrice Chéreau, der Dirigent Claudio Abbado und der Architekt Renzo Piano.
Der 1940 in der Bauhaus-Stadt Dessau geborene Knoebel war an der Kunstakademie Düsseldorf ein Schüler von Joseph Beuys. Unter dem Einfluss von Kasimir Malewitsch und Piet Mondrian setzte der mehrmalige documenta-Teilnehmer eigene Akzente in der abstrakten zeitgenössischen Kunst. dpa

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