Harsche Kritik an documenta-Chefin

Der Direktor der Kestnergesellschaft, Veit Görner, hat die documenta-Chefin Carolyn Christov-Bakargiev im Radioprogramm NDR Kultur scharf kritisiert.

Ihr Konzept, sich auf nicht-figürliche Darstellungen innerhalb der Kunst zu konzentrieren, sei "in die Hose gegangen". Christov-Bakargiev habe "einer Dummheit oder vielleicht auch einem Größenwahn folgend gemeint, sie müsse alles abräumen, was figürlich ist. Auch außerhalb ihres Terrains."

Die documenta-Leiterin hatte die katholische St. Elisabeth-Kirche in Kassel indirekt aufgefordert, eine hoch oben im Kirchturm platzierte Skulptur des Künstlers Stephan Balkenhol zu entfernen, da sie den gesamten Vorplatz dominiere und andere dort geplanten Kunstwerke beeinträchtigen würde.

"Das geht natürlich gar nicht", so Veit Görner auf NDR Kultur. Es sei auch vor dem Hintergrund einer historischen Erfahrung wie der sogenannten "Entarteten Kunst" und den Zensurbestrebungen der Nazizeit "unverzeihlich dumm".

Die Kestnergesellschaft lädt in Hannover parallel zur documenta zusammen mit dem Kunstverein und dem Sprengel Museum zu "Made in Germany 2". Die Ausstellung präsentiert zum zweiten Mal nach 2007 einen aktuellen Überblick über die Gegenwartskunst aus Deutschland. dpa

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