Vier Künstler für Turner-Preis nominiert

Die Künstler Spartacus Chetwynd, Luke Fowler, Paul Noble und Elizabeth Price sind für den diesjährigen britischen Turner-Preis nominiert worden.

Die Tate Britain veröffentlichte am Dienstag die Shortlist. Die mit 25 000 Pfund (rund 31 000 Euro) dotierte Auszeichnung gilt als einer der renommiertesten und auch umstrittensten Preise für moderne Kunst.

Die Vergabe des Turner-Preises spaltet oft die öffentliche Meinung - und das könnte auch in diesem Jahr wieder so sein: So zeigen die Zeichnungen des Briten Paul Noble lebendig gewordene Exkremente, die wilde Orgien feiern. Hinter dem Namen Spartacus Chetwynd verbirgt sich eine Künstlerin, die in einer Nudistenkolonie in Südlondon lebt. Mit Freunden und Verwandten veranstaltet sie surreale Performances, die Elemente aus Kunstgeschichte und Popkultur vereinen. So verbindet sie etwa Charaktere von Hieronymus Bosch mit Elementen aus Michael Jacksons Musikvideo "Thriller".

Luke Fowler aus Glasgow geht mit einem Film ins Rennen, der sich um Leben und Wirken des schottischen Psychiaters Ronald D. Laing dreht. Die Londonerin Elizabeth Price wurde für eine Trilogie von Videoinstallationen nominiert.

Die nominierten Künstler präsentieren ihre Arbeiten in der Londoner Tate Modern, bevor die Jury Anfang Dezember den Gewinner bekanntgibt. Prominente Preisträger der vergangenen Jahre waren Damien Hirst und der deutsche Fotograf Wolfgang Tillmans. 2011 gewann Martin Boyce.dpa

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