Gericht: Versteigerung war rechtmäßig

Das Land Nordrhein-Westfalen hat eine Versteigerung mexikanischer Kunstgegenstände im vergangenen Jahr zu Unrecht gestoppt.

Das Verwaltungsgericht Köln gab nach eigenen Angaben einer Klage des Kunst- und Auktionshauses Lempertz statt. Lempertz hatte im Juni 2011 unter anderem 25 aus Mittelamerika stammende Kunstobjekte aus der präkolumbischen Zeit versteigern wollen. Auf Bitten der Botschaft Mexikos stoppte das NRW-Kulturministerium die Auktion, da die Gegenstände illegal aus Mexiko ausgeführt worden seien.

Das Land berief sich dabei auf das 2007 in Kraft getretene
Kulturgüterrückgabegesetz, mit dem Deutschland eine UN-Konvention zum Schutz von Kulturgütern umgesetzt hatte. Doch dies hätte im vorliegenden Fall nicht als Rechtsgrundlage dienen dürfen, urteilten nun die Kölner Richter. Denn das Gesetz gelte nur für Objekte, die erst nach Inkrafttreten des Abkommens aus den Herkunftsländern ausgeführt worden seien. Das treffe aber auf die fraglichen Gegenstände nicht zu. Außerdem seien die Objekte zum damaligen Zeitpunkt noch nicht in ein öffentliches Register eingetragen gewesen. Gegen das Urteil kann Berufung beim Oberverwaltungsgericht Münster eingelegt werden. dpa

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