Denkmalschützer lehnten Koolhaas-Umbau ab

Die Denkmalschutzbehörde des Veneto hat das von Rem Koolhaas entworfene Umbauprojekt für den Fondaco dei Tedeschi in Venedig abgelehnt.

Das letzte Wort hat nun der Obersten Denkmalschutzrat in Rom, dessen Veto bereits als sicher gilt. Die Bekleidungsfirma Benetton hatte 2008 den gleich neben der Rialto-Brücke gelegenen denkmalgeschützten Bau der mittelalterlichen Handelsbörse deutscher Kaufleute für 53 Millionen Euro erworben, um darin einen Megastore einzurichten. Die mit 400 Millionen Euro verschuldete Stadt Venedig war froh, für den maroden Palazzo einen Großinvestor gefunden zu haben.

Der von Rem Koolhaas und seinem OMA-Team geplante 100 Millionen Euro teure Umbau sieht starke Eingriffe in die alte Bausubstanz vor, wie eine Terrasse mit Blick auf den Canal Grande, für die zwei Seiten des Dachs abgerissen werden müssten und eine 16 Meter lange Rolltreppe im Innenhof. Dagegen hatte es viel Protest gegeben. Die zuständige Denkmalschutzbehörde lehnte jetzt nicht nur den Bau den Panoramaterrasse und der Rolltreppe ab, sondern auch den "überdimensionierten" Landungssteg am Canal Grande und die Verwendung von Baumaterial aus Kunststoff. Vom Projekt des OMA-Teams bleibt damit nicht viel übrig. Die italienische Unternehmerfirma Benetton hatte schon in der Vergangenheit gedroht, das Projekt fallenzulassen, falls sich die Bauerlaubnis verzögern würde. Daraufhin hatte sich die Gemeinde von Venedig beeilt, dem Vorhaben zuzustimmen. U.D.

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