Gestohlene Kunstwerke in Köln sichergestellt

23 Jahre nach einem Einbruch in eine New Yorker Galerie hat die Polizei in Köln vier der damals gestohlenen Gemälde beschlagnahmt.

2 Experten des Londoner "Art Loss Register" haben die Werke geprüft und bestätigen ihre Echtheit. "Sie waren bei uns in der Datenbank", sagte Ariane Moser vom "Art Loss Register" am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. "Der gesamte Diebstahl war da registriert."

Die Gemälde waren am 3. Juli 1988 aus der Galerie Solomon gestohlen worden. Ihr Wert wurde damals auf 345 000 Dollar geschätzt. Heute seien sie nach aller Wahrscheinlichkeit ein Vielfaches wert, sagte Moser. "Das hat der Kunstmarkt so an sich." Es gehe um "Figuration" von Robert Motherwell (1915-1991), "Le Bouteille bleue" von Fernand Léger (1881-1955), "Untitled" von Franz Kline (1910-1962) und "Effigie" von Jean Dubuffet (1901-1985).

Nach Angaben der Kölner Polizei waren die Werke 2009 als Bestandteile einer Erbschaft in Süddeutschland aufgetaucht. Die Erbin habe eigene Recherchen angestellt und sich zur Prüfung der Echtheit schließlich an eine Kölner Galerie, das Art Loss Register in London sowie schließlich an die Polizei in Köln gewandt. 2011 - also 23 Jahre nach dem Diebstahl - wurden die Werke von der Kölner Polizei beschlagnahmt. Wie sie von New York nach Deutschland gelangt waren, ist nach Angaben der Polizei unklar. In die Ermittlungen war auch das amerikanische FBI eingebunden. dpa

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