Van Gogh-Gemälde wiederentdeckt

Nach umfangreichen Untersuchungen ist ein Blumenstillleben in einem niederländischen Museum dem Maler Vincent van Gogh (1853-1890) zugeordnet worden.

Das "Stillleben mit Wiesenblumen und Rosen" im Kröller-Müller Museum in Otterlo stamme aus dem Jahr 1886 und sei bislang einem anonymen Maler zugeschrieben worden, wie das Museum auf seiner Website mitteilte.

Das Privatmuseum hatte das großformatige Bild 1974 erworben. Schon damals vermuteten Experten, dass es von van Gogh stammen könnte. Doch das Bild wies nicht die für van Gogh typische Signatur auf. Auch war das Format untypisch groß für Stillleben des Malers, schrieb das Museum auf seiner Internetseite. Im Jahr 2003 wurde eine Zuordnung abgelehnt. Doch da Zweifel blieben, entschloss sich das Museum zu weiteren Untersuchungen.

Röntgenuntersuchungen zeigten bereits 1998, dass sich ein anderes, übermaltes Bild hinter den Blumen befindet. Sie zeigen zwei halbnackte Ringer. Die Experten gehen davon aus, dass van Gogh sie 1885 oder 1886 gemalt, als er an der Kunstakademie in Antwerpen Unterricht nahm. In einem Brief an seinen Bruder beschrieb er das Werk.

Später habe van Gogh das Bild in Paris übermalt, eine für ihn typische Vorgehensweise, da er selten genug Geld für neue Leinwände besaß, so die Experten. Nun sei durch weitere Untersuchungen festgestellt worden, dass die verwendeten Farbpigmente mit denen anderer Werke van Goghs aus dieser Periode übereinstimmen, teilte das Museum mit. Auch die Pinselstriche seien typisch für ihn. Die Erkenntnisse ließen keinen Zweifel daran, das sowohl die Ringer als auch das Blumenstillleben von van Gogh gemalt wurden, hieß es. dpa

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