Baubeginn für Berliner Schloss

Die Vorarbeiten zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses sollen nach Angaben der als Bauherrin fungierenden Stiftung in den nächsten Tagen beginnen.

Stiftungsvorstand Manfred Rettig sagte der dpa am Dienstag auf Anfrage, der konkrete Termin hänge noch vom Wetter ab. Zugleich bestätigte er jedoch Medienberichte, wonach das Land Berlin seinen Grundstücksanteil noch nicht an die Stiftung übertragen hat. Die Verhandlungen stünden vor dem Abschluss, so Rettig. Vom Bund wird dem rot-schwarzen Senat dagegen mangelnde Zusammenarbeit bei dem 590-Millionen-Euro-Projekt vorgeworfen. Das Land verzögere die Genehmigungsplanung, zudem wolle es nun Grunderwerbsteuer auf "sein" Areal, hieß es in Regierungskreisen. Berlin hatte zugesagt, 32 Millionen Euro der Gesamtkosten zu tragen und einen Grundstücksanteil kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Die Berliner Finanzverwaltung wies die Vorwürfe des Bundes zurück. "Aus unserer Sicht ist der Vertrag unterschriftsreif", sagte Pressesprecherin Kathrin Bierwirth. Bei einem Grundstück sei es immer so, dass der Erwerber - in diesem Falle die Stiftung - die Nebenkosten leiste. "Das war auch bei den Verhandlungen klar."

Das rekonstruierte Berliner Schloss soll unter dem Namen Humboldt-Forum ein Kunst- und Kommunikationszentrum werden. Mit 478 Millionen Euro trägt der Bund den Löwenanteil der Kosten, mindestens 80 Millionen Euro sollen durch Spenden hereinkommen. Wegen eines U-Bahn-Baus in der Nähe müssen die Vorarbeiten möglichst rasch anlaufen. Die Grundsteinlegung ist für 2013 geplant, der wirkliche Baubeginn für 2014. dpa

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