Kramp-Karrenbauer indirekt belastet

Wer wusste wann was? Die Kostensteigerung bei der Erweiterung des Saarland-Museums wird mehr und mehr zum Politikum.

Noch vor der Wahl am 25. März will ein U-Ausschuss frühere Kulturminister vernehmen, darunter auch die jetzige Regierungschefin Kramp-Karrenbauer. Der entlassene Chef des Saarland-Museums hat Vorwürfe bestritten, bei der Erweiterung des Museums habe es eine Kostenexplosion gegeben. Das sei ein Trugschluss, erklärte Ralph Melcher am Freitag bei seiner Anhörung im Untersuchungsausschuss des Landtags zur Aufklärung des Skandals in Saarbrücken. Melcher bestätigte indirekt Vorwürfe gegen die frühere Kulturministerin und jetzige Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), damals die Kosten nicht vollständig öffentlich gemacht zu haben.

Nach Melchers Angaben waren die Gesamtkosten für das Projekt bei der Auftragsvergabe am 18. März 2009 bis zur geplanten Fertigstellung im Mai dieses Jahres bereits auf gut 23 Millionen Euro beziffert worden. Kramp-Karrenbauer hatte als damalige Kulturministerin beim ersten Spatenstich vier Monate später geschätzte Kosten für den 4. Pavillon der Modernen Galerie von 14,5 Millionen Euro genannt. Die Kosten für die Museums-Erweiterung werden mittlerweile auf mindestens 30 Millionen Euro geschätzt. Wann das seit einem Jahr geschlossenen Museum wieder eröffnet wird, ist offen. dpa

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