Spitzenpreise

Auktion



REKORDPREISE FÜR MUNCH, LÈGER UND GIACOMETTI

Immer neue Rekordergebnisse für Impressionisten und Moderne Kunst bei den Frühjahrsauktionen in New York: Bei Sotheby's erzielten drei Gemälde von Fernand Lèger, Edvard Munch und Alberto Giacometti Spitzenpreise.

Das Top-Los, Fernand Légers (1881 bis 1955) kubistisches Gemälde "Frau in Blau", 1912/13, kam bei Sotheby's in New York am Mittwochabend für 39,2 Millionen Dollar (25,4 Millionen Euro) unter den Hammer. Der bisherige Auktionsrekord für ein Werk von Lèger lag bei 22,4 Millionen Dollar, erzielt bei einer Christie's-Auktion im Jahr 2003.

Die "Frau in Blau" wurde von den Erben des Krefelder Industriellen und Kunstsammlers Hermann Lange (1876 – 1942) versteigert; gekauft wurde es von der Züricher Kunsthändlerin Doris Ammann.

Das Gemälde "Mädchen auf der Brücke" des Norwegers Edvard Munch (1863 bis 1944) erzielte 30,8 Millionen Dollar. Der bisherige Besitzer hatte dafür bei einer Auktion im Jahr 1996 lediglich 7,2 Millionen Dollar bezahlt.

Auch für ein Gemälde des Bildhauers Alberto Giacometti (1901 bis 1966) wurde ein neuer Höchstpreis erzielt: Das "Portrait de Caroline" ging für 14,6 Millionen Dollar an einen anonymen Telefonbieter .

Zwar keinen neuen Auktionsrekord, aber den härtesten Bieterkampf löste das Stillleben "Geranie" von Henri Matisse (1869 bis 1954) aus: sechs Bieter trieben den Preis auf 9,5 Millionen Dollar. Der Schätzpreis des 1910 entstandenen Gemäldes war vom Auktionshaus bei 2,5 bis 3,5 Millionen Dollar angesetzt worden.

Insgesamt setzte Sotheby's bei der Abendauktion rund 235,3 Millionen Dollar um. Von den 52 angebotenen Werken wurden 11 nicht verkauft; darunter ein weiteres Werk von Lèger.

Am Vortag waren bei einer Auktion von Christie's insgesamt sechs Weltrekordergebnisse für Impressionisten und Moderne Kunst erzielt worden – darunter der Höchstpreis von 41,4 Millionen Dollar für ein Gemälde von Monet.

AFP/Karen Bofinger

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