Art Basel

Messe

Bei laufendem Baubetrieb
Ansicht des Messeplatzes, links der spitz zulaufende Pavillon des Schaulagers (Foto: Stefan Schmidlin/ MCH Messe Schweiz)

BEI LAUFENDEM BAUBETRIEB

Die 43. Ausgabe der Art Basel lockt trotz lärmiger Arbeiten am Erweiterungsbau mit einem exquisiten Angebot
// GERHARD MACK

Die Art Basel (14. bis 17. Juni) findet diesmal unter erschwerten Bedingungen statt. Denn die Messe Basel erhält ihre Erweiterung. Dafür haben die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron einen spektakulären Körper entworfen, der den Messeplatz überbrücken soll.

Aber die Zeit für die Ausführung ist so begrenzt, dass für die Art Basel keine Baupause eingelegt werden kann. So wird auch während des Jahrestreffens der globalen Kunstszene alle vier Minuten ein Laster über den Messeplatz donnern, und der Großteil des Platzes wird nachts als Umschlagfläche benötigt. Deshalb muss auf die Aufstellung von Außenskulpturen diesmal verzichtet werden. Mehr als Ersatz bietet da der Art Parcours, der zum dritten Mal ortspezifische Werke etablierter und junger Künstler in den umliegenden Quartieren verbindet.

In den beiden Ausstellungshallen überstrahlt das reichhaltige Angebot der klassischen Händlerpräsentationen und der aufs große Format zielenden Art Unlimited ohnehin die Kalamitäten des Baubetriebs. Wie letztes Jahr durfte sich der Galerienbeirat durch knapp 1000 Bewerbungen kämpfen. Über 300 Galerien wurden zugelassen; sie kommen aus 36 Ländern von sechs Kontinenten. Deutschland stellt mit 55 Ausstellern nach den USA das stärkste Kontingent. Aus Berlin wieder dabei sind Eigen+Art und Mehdi Chouakri. Dem blühenden asiatischen Markt trägt die Neunominierung von Chemould Prescott Road aus Mumbai und Long March Space aus Peking Rechnung.

Die Exklusivität der Messe wird durch neue Öffnungszeiten gesteigert: Um den großen Andrang von VIPs gerecht zu werden, wurde ein zweiter Preview-Tag eingeführt. Die öffentliche Vernissage findet erst am Mittwochabend statt. Ab Donnerstag sind die Tore für alle geöffnet.

Zum glanzvollen Auftritt beitragen dürfte auch das Schaulager. Die private Institution in Basels neuem Kulturquartier, dem Zollfreilager am Stadtrand, wird derzeit umgebaut und bleibt deswegen dieses Jahr geschlossen. Diesen Umstand nutzt man, um auf dem Messeplatz für die Institution zu werben. Auch hier heißen die Architekten Herzog & de Meuron: Sie haben einen temporären Pavillon entworfen, in dem Beiträge von Künstlern wie Thomas Ruff zu sehen sein werden.

Die 43. Art Basel

14. - 17. Juni

http://basel.artbasel.com

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14:27

18 / 06 / 12 // 

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