Gunter Sachs

Auktion



DAS ERBE EINER ÄRA

Die Sammlung des extravaganten Industriellensohns und Wahrhol-Freundes Gunter Sachs soll noch in diesem Frühjahr in London unter den Hammer.

Teile der Sammlung des im vergangenen Jahr gestorbenen Unternehmers Gunter Sachs sollen in London versteigert werden. Dies meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf bisher unbestätigte Informationen. Danach soll die Versteigerung durch das Auktionshaus Sotheby’s sogar noch im Frühjahr dieses Jahres erfolgen.

Gunter Sachs machte sich in der Kunst vor allem durch seine frühen Kontakte zu Andy Warhol einen Namen, den er bereits 1972 gesammelt und ausgestellt hatte. Damals noch in seiner eigenen „Galerie an der Milchstraße“ in Hamburg. Später erweiterte er seine Sammlung auf andere Vertreter der Pop Art wie Roy Lichtenstein, betätigte sich aber auch als Sammler bedeutender Arbeiten der Art Nouveau und des Surrealismus. 2006 erwarb der "deutsche Playboy" bei Sotheby's gar die "Prozession zum Kalvarienberg" von Pieter Brueghel d. J. für 7,5 Millionen Euro. Welchen Umfang die geplante Versteigerung haben wird, ist jedoch noch ungewiss.

Der Industriellensohn (Fichtel & Sachs), der mit seinem mondänen Lebensstil und nicht zuletzt aufgrund seiner kurzen Ehe mit Schauspielerin Brigitte Bardot auch oft Thema des ansonsten noch eher glamourarmen Boulevards der Bundesrepublik der sechziger Jahre war, betätigte sich auch selbst als Fotograf. 2003 widmete ihm das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe eine erste große Retrospektive, die neben Fotografien aus drei Jahrzehnten auch mit einem Nachbau von Teilen seiner extravaganten "Pop-Wohnung" im Turm des Palace Hotels in St. Moritz aufwartete.

Aus Furcht vor einer "ausweglosen Krankheit", nahm Gunter Sachs sich im Mai 2011 in seinem Haus im schweizerischen Gstaad das Leben. es

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