Art Cologne
Umfrage
Im Vorfeld hagelte es herbe Kritik, hinter den Kulissen spielte sich ein Machtkampf ab. Wie wirkt sich die Stimmung auf die rund 200 teilnehmenden Galeristen in den Kölner Messehallen aus? Wie kann Köln in dieser Lage überleben? art hat renommierte Galeristen gefragt: Ist die "Art Cologne" noch zu retten? Lesen Sie die elf Kommentare der Galeristen – von Judy Lybke über Thaddaeus Ropac bis Christian Nagel – in der Bilderstrecke.
Die Klagen über die "Mutter aller Kunstmessen" sind nicht neu: Zu festgefahren, zu groß, zu wenig auf Qualität bedacht, lauten die oft gehörten Vorwürfe. Der 2003 bestellte künstlerische Direktor Gérard Goodrow brachte keine Abhilfe. Als zehn Kölner Galerien in einem offenen Brief Anfang des Jahres den "herben Bedeutungsverlust" der Messe beklagten und mit ihrem Fernbleiben drohten, musste Goodrow gehen.
Mit dem Aus des "Frühstückdirektors", so Galerist Christian Nagel, wurde auch gleich die neue Satellitenmesse "Art Cologne Palma de Mallorca" beerdigt. Alle Energie soll sich nun auf Köln konzentrieren. Doch die traditionsreiche Messe hat heiße Konkurrenz: "Art Basel", "Frieze Art Fair" in London und die glamouröse "Art Basel Miami Beach" boomen. Der Kunstmarktstandort Deutschland steckt dagegen in der Krise: Das zeigt das jähe Ende der "Fine Art Fair Frankfurt" und der erst 2007 aus der Taufe gehobenen "dc", einer Konkurrenzveranstaltung zur "Art Cologne" im nahe gelegenen Düsseldorf. Selbst das "Art Forum Berlin" verspielt gerade seinen Standortvorteil und mutet den Teilnehmern eine Terminverschiebung um einen Monat zu.