Gallery Weekend

Berlin

Das Wochenende der Kunst
Carlier/Gebauer zeigt Mark Wallinger: "According to Mark (100 chairs)", 2010 (Courtesy carlier | gebauer)

DAS WOCHENENDE DER KUNST

Nichts elektrisiert die Berliner Kunstszene so sehr wie das Gallery Weekend zum Auftakt der Frühjahrssaison. Eine Vorschau auf die Höhepunkte.
// KITO NEDO, BERLIN

Ab heute ist es wieder soweit: In Berlin steht die sechste Runde des Gallery Weekends an. Die Zahl der Galerien, die sich am Eröffnungswochenende beteiligen, hat sich mittlerweile von 20 auf 40 verdoppelt.

Neben "Weekend-Galerien" der ersten Stunde, wie Carlier/Gebauer, Kicken oder Barbara Thumm, sind in diesem Jahr der Däne Mikael Andersen, die Köln-Umsiedler BQ und Capitain Petzel sowie mit Koch Oberhuber Wolff und Sommer & Kohl sogar zwei Galerien der jüngsten "dritten Generation" hinzugekommen. Auch wenn der Kreis stetig gewachsen ist, so lautet der Anspruch nach wie vor, "auf der Höhe der Zeit zu sein und zu beweisen, dass es für Sammler wichtig bleibt, nach Berlin zu kommen". Das betont Max Hetzler, Galerist und Mitgesellschafter. Zur Tradition des Gemeinschaftsprojekts gehören neben dem Galadinner für 700 Gäste am Samstag, das diesmal im Bode-Museum stattfinden wird, vor allem die herausragenden Ausstellungen, die am Freitag eröffnen. Richtig eng wird es wohl auf den Vernissagen der New Yorker Malerin Cecily Brown (bei Contemporary Fine Arts), der in Berlin lebenden Monica Bonvicini (bei Max Hetzler), des Norwegers Matias Faldbakken (bei Giti Nourbakhsch) und des Bildhauers David Zink Yi (bei Johann König). Mit der Teilnahmegebühr von 6500 Euro pro Galerie ist natürlich die Hoffnung verbunden, dass die international eingeladenen Sammler auf ihren Streifzügen durch die Galerien neue Kunst entdecken und kaufen. Doch wird es auch diesmal unmöglich sein, alles zu sehen und auf allen Partys zu tanzen. Denn viele weitere Galerien und Institutionen verstärken den Weekend-Sog. So hält der Martin-Gropius-Bau seine große Olafur-Eliasson-Einzelausstellung bis Mitter­nacht geöffnet, und neue Adressen, wie das Ausstellungshaus des Essener Sammlers Thomas Olbricht an der Auguststraße oder die Räume des Galeristen Matthias Arndt im historischen Gebäude des "Wintergarten Varieté" an der Potsdamer Straße, müssen unbedingt besichtigt werden: Schließlich will man doch mitreden können.

"Gallery Weekend"

Termin: bis 2. Mai.

http://www.gallery-weekend-berlin.de

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