Art Cologne

Streit um Art Cologne

"Goodrow ist der falsche Mann"
Art Magazin

"GOODROW IST DER FALSCHE MANN"

Der Streit um die Art Cologne eskaliert: Im Gespräch mit art greift der Kölner Galerist Christian Nagel jetzt den Chef der Kölner Kunstmesse, Gèrard Goodrow, persönlich an
// UTE THON

Die Art Cologne bleibt weiter unter Beschuss. Nachdem zehn Kölner Galerien der Kölner Kunstmesse in einem offenen Brief „herben Bedeutungsverlust“ vorwarfen, legt einer der Unterzeichner jetzt noch einmal nach. Christian Nagel, international angesehener Galerist mit Schauräumen in Köln und Berlin, kritisiert im Gespräch mit art die „Gängeleipolitik“ der Kölner Messeleitung. Auf Verbesserungsvorschläge der Aussteller würde nur zögerlich reagiert. So hatten die Kölner Galerien einen Wechsel in andere Messehallen gewünscht. Die Hallen, in denen die Art Cologne derzeit stattfindet, seien „alt und muffig“, sagt Nagel. Statt dessen schlägt er den Umzug in die neuen Kölner Messehallen vor, die auch über Tageslicht verfügen – ein wichtiger Faktor gerade zur Präsentation von kunstobjekten. Doch die Messeleitung habe solche Pläne kategorisch abgelehnt.

Scharfe Kritik übt Nagel auch an Art-Cologne-Chef Gèrard Goodrow. „Er ist ein Frühstücksdirektor, der gern feiert“, sagt der Kölner Galerist. Er bemühe sich zu wenig um die Anwerbung renommierter internationaler Galerien, verwende kostbare Energien auf Nebenschauplätzen wie der neu gegründeten Art Cologne Palma de Mallorca und agiere generell nicht professionell genug. „Er ist der falsche Mann“, sagt Nagel.

Eine weitere Teilnahme an der Art Cologne will Nagel davon abhängig machen, ob sich die Messe reformiert. Dazu gehört für ihn neben räumlichen Verbesserungen auch eine Verminderung der Teilnehmerzahl. „Da muss nicht jeder kleine Kunstverein ausstellen.“ Seine Galerie, die Künstler wie Kai Althoff, Cosima von Bonin, Andrea Fraser und Heimo Zobernig vertritt und jährlich an acht internationalen Messen teilnimmt, sei nicht auf die Art Cologne angewiesen. „Wir brauchen den Kölner Messestandort nicht.“ Trotzdem würde er die Messe gern mit hohem Qualitätsanspruch weitergeführt sehen, nach dem Motto „Lieber klein und fein.“

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2 Leserkommentare vorhanden

Barbara Steinkamp

19:19

04 / 11 / 07 // 

unter die Gürtellinie

vergleicht man das Interview mit Goodrow und die Aüßerungen Nagels wird deutlich, wo es an Niveau mangelt; persönliche Beleidigungen in einer derartigen Öffentlichkeit sind stillos

Markus Wermelskirchen

06:21

22 / 01 / 08 // 

Kleiner Finger, ganze Hand!

Goodrow :-)) Nagel :-(( !!!