Die Casa Vicens war das erste Bauwerk von Antoni Gaudí und schmückt Barcelonas Innenstadt ähnlich wie andere Kleinode des Meisters des katalanischen Jugendstils. Die vier Außenfassaden der Casa Vicens mit den Türmchen, die an Minarette erinnern, zeigen den Mix der Stile, die den späteren Meisterarchitekten in seinen Anfängen inspirierten.

Die Wände schmücken Vögel, Palmblätter und Keramik im englischen Stil, die Fensterläden sind im orientalischen Stil gehalten.

Damals befand sich Gaudí noch auf der Suche nach seinem eigenen Stil. So weist das Wohnhaus kaum die für ihn später so typischen geschwungenen Formen auf.

"Es gibt keine geschwungenen Formen wie in der Casa Milà [auch La Pedrera genannt] oder der Casa Batlló und auch nicht seine berühmten 'Trencadís' [gebrochene Kachelstücke, die im Parque Güell vorherrschen]. Sehr wohl aber diese Präsenz der Natur, die ihn so charakterisierte und die religiösen Anspielungen", erklärt Mercedes Mora von der Casa Vicens.

In dem Wohnhaus befindet sich zudem die erste begehbare Dachterrasse Gaudís.

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