Das Jahr 1932 bekann mit einigen sehr berühmt gewordenen Gemälden wie "La Lecture" oder "La Rêve". In diesen ersten Monaten des Jahres malte Picasso Dutzende Gemälde seiner jungen Geliebten Marie-Thérèse Walther, und nicht wenige sind voller erotischer Anspielungen

Pablo Picasso: "La Lecture", 2. Januar 1932, Öl auf Leinwand

Im Frühjahr 1932, in Ansätzen sogar ab Februar, werden Picassos Bilder deutlich abstrakter, die Formate grösser, die Körper dekonstruierter und die Farbpalette reduzierter.

Pablo Picasso: "Femme étendue au soleil sur la plage", 25. März 1932, Kohle und Öl auf Transparentpapier

Ab April dann werden die Formate noch grösser, die Körper noch abstrakter, und Picasso beginnt, mit liegenden Frauenfiguren zu experimentieren.

Pablo Picasso: "Nu couché", 4 April 1932, Öl auf Leinwand

Im Juni/Juli suchte er 223 Werke für seine Retrospektive in der Galerie von Georges Petit aus - seine erste Retrospektive überhaupt, die anschliessend nach Zürich weiterwandern sollte.

Picasso vor dem Bild "Le Repos" in der Georges Petit Galerie in Paris, 1932, Silbergelatineabzug

Pablo Picasso: "Femme au fauteuil rouge", 1932, Öl auf Leinwand

Die "Kreuzigungen" sind inspiriert von Matthias Grünewalds Issenheimer Altar.

Pablo Picasso: "La Crucifixion", 19. September 1932, Tusche auf Büttenpapier