Paula Modersohn-Becker – der Film

Action! Painting!

Sie war international und modern wie keine andere deutsche Malerin um 1900. Nun holt ein Kinofilm Paula Modersohn-Becker in die Gegenwart. Für art besuchte Michael Kohler die Dreharbeiten.
Action! Painting!

Gilt in der Kunstgeschichte als erstes weibliches Selbstporträt als Akt überhaupt: "Selbstbildnis am 6. Hichzeitstag", 1906, 102*70 cm

Paula ist sauer. Wütend knallt sie das gerupfte Suppenhuhn auf den Küchentisch. Otto hat sie aus dem Atelier geholt, um ihn und zwei nach Worpswede angereiste Sammler zu bekochen. Schürze statt Palette: Hatten ihre Eltern also doch recht, als sie ihr vor der Hochzeit mit Otto Modersohn einen Kochkurs in Berlin aufnötigten? Paula konnte damals schlecht Nein sagen, nachdem die Eltern für ihre Mal- und Zeichenstudien aufgekommen waren. Und jetzt steht sie hier über einen dampfenden Topf gebeugt, weit weg von allem, und spielt für ihren Mann, den erfolgreichen Maler, die brave Hausfrau.

Das Schlimmste steht ihr allerdings noch bevor: Erst wird sie von den Gästen für ihre Kochkünste gepriesen, dann halten diese eines von Paulas Gemälden für das Werk ihrer achtjährigen Stieftochter Elsbeth. Die hatte vorher noch stolz krakeelt, dass ihre Mutter auch malen würde.

Nach der Probe tritt Carla Juri aus der engen Küche. Sie spielt Paula Modersohn-Becker im Kinofilm Paula, ihre Hände sind noch nass, die wilhelminische Steckfrisur wirkt etwas aufgelöst. Also geht es schnell weiter in die Maske, in ein rollendes Schminkkabuff, das draußen vor einer denkmalgeschützten Scheune im Münsterland geparkt ist. Hier dreht das Filmteam die Szenen in Otto Modersohns Atelier- und Wohnhaus, weil es dem Worpswede von 1906 ähnlicher ist als der reale Ort. Allerdings nur im jeweiligen Blickfeld der Kamera: Jede Ecke, in der gerade nicht gespielt wird, ist mit moderner Filmtechnik vollgestopft. Freigeräumt könnte man sich Modersohns Atelier tatsächlich so vorstellen, wie es hier als Kulisse aufgebaut wurde. An den Wänden und in den Regalen ausgestopfte Tiere, afrikanische Masken, Zeichnungen von Urnensternen und anderen Pflanzen, Insektenkästen – ein wenig wirkt der Raum wie eine Wunderkammer. Auf einer Staffelei und an der Wand lehnen Bilder. Keine Originale, aber immerhin original gefälscht von professionellen Malern.

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Am Originalschauplatz in Worpswede wird das malende Paar in Szene gesetzt: Otto Modersohn (Albrecht Schuch) und Paula Modersohn-Becker (Carla Juri)

Auch die übrigen Räume scheinen die Luft einer anderen Zeit zu atmen: Im Ankleidezimmer steht eine altmodische Badewanne, aus dem kleinen Ehebett der Modersohns sind wir buchstäblich längst herausgewachsen. Im Nachtschrank liegen alte, in jeder Hinsicht leicht modrige Bücher: Predigten auf 30 Sonntage und "Unter schwerem Verdacht", ein Roman von Hermine Frankenstein. Und doch fühlt man sich plötzlich, als stünde man mitten im Leben der berühmten Malerin: Während Paula mit dem Suppenhuhn durch die Küche tanzt, gähnt vor dem Ehebett schon die leere Kinderkrippe als Menetekel ihres frühen Todes. Dreharbeiten halten sich nicht an die Chronologie der Dinge, sondern an einen Drehplan: In diesem Fall reiht er die Geburt von Paulas erstem Kind und die dadurch ausgelöste Embolie, die Erfüllung häuslicher Pflichten und ihre dramatische letzte Abreise nach Paris so aneinander, als folgten diese Momente ihres Lebens einer geheimen inneren Notwendigkeit.

Und damit stehen wir auch schon mitten im Mythos Paula Modersohn-Becker. Ihr früher Tod mit 31 Jahren, gerade als sich alle ihre Wünsche zu erfüllen schienen; ihr bewegtes Leben, aus dem sie selbst so mitreißend in ihren Briefen und Tagebüchern berichtete; ihr Schicksal als moderne Frau in der wilhelminischen Gesellschaft: Dies alles hat maßgeblich mitgeholfen, Modersohn-Beckers Bilder aus dem Schatten zu holen und heute berühmter zu machen, als es Otto Modersohn jemals war. Schon in den zwanziger Jahren haben sich die Menschen in Paulas Lebensgeschichte verliebt, unter den Nazis galt ihre Kunst als "entartet". Heute ist der Mythos Paula Modersohn-Becker wieder so lebendig, dass man darüber die Bilder, die ihr das Liebste waren, beinahe zu übersehen droht.

»In ihrer anfänglichen Verrücktheit kommen sie mir vor wie John Lennon und Yoko Ono«

Auf den Mythos Paula setzt auch Christian Schwochow, der Regisseur des Films. Für ihn ist Paulas Leben, ihre Ehe mit Otto Modersohn "absolut modern", so Schwochow in einer Drehpause. "Beide wollen Karriere machen, beide arbeiten und müssen dabei ein Kind aufziehen." Und auch der Konflikt, wenn beide Eheleute auf Augenhöhe miteinander umgehen wollen, aber einer vom Geld des anderen lebt, sei ihm von heute sehr vertraut. Die Modersohns kommen ihm "in ihrer anfänglichen Verliebt- und Verrücktheit wie John Lennon und Yoko Ono vor", sagt Schwochow, die Worpsweder Maler erinnern ihn mit ihren Bärten und Kleidern dagegen an Hipster aus Berlin-Neukölln.

Schon deswegen geht es im Film nicht um eine exakte historische Rekonstruktion. "Das wirkt oft steif", so Schwochow, vor allem, wenn man den Fehler mache, die inszenierten Posen auf alten Fotografien mit der Wirklichkeit von damals zu verwechseln. Im Paula-Film sollen uns Kulissen und Kostüme nicht von der Aktualität der Geschichte ablenken, uns nicht von den Figuren trennen – auch deswegen werden die Anzüge von Modersohn, Fritz Mackensen, Heinrich Vogeler, Fritz Overbeck und Hans am Ende enger geschnitten, als es um 1900 Mode war.

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Otto Modersohn und Paula Modersohn-Becker im Worpsweder Garten, 1904

Aber "Paula" handelt auch vom Malen – und nicht nur in den Szenen, in denen sich Paula Becker und Otto Modersohn Seite an Seite vor ihren Staffeleien näherkommen. Die ersten Drehtage hat das Filmteam in der Worpsweder Moorlandschaft auf wechselndes Wetter gewartet, um die Naturstimmungen einzufangen, die Mackensen, Modersohn und später auch Paula Becker in das bei Bremen gelegene Dorf lockten. Wenn sich diese Atmosphäre dann mit Pinsel und Farbe auf den Bildern der Maler niederschlägt, wird der Film beinahe meditativ – während Paulas Hände über die Leinwand streichen, scheint die Geschichte auf ebenso paradoxe wie poetische Weise stillzustehen. Um Paulas Malges­tus zu rekonstruieren, haben die Produzenten eine Expertin hinzugezogen: Am Anfang der Dreharbeiten sieht man noch den Händen eines professionellen Handdoubles beim Malen zu, später, nach einigen Übungsstunden, ahmt Carla Juri die Bewegungen ihrer Figur selber nach.

"Paula hat sich nicht groß darum gekümmert, richtig oder schön zu malen", sagt Carla Juri. "Sie hat nicht gemalt, um zu gefallen, sondern um sich selbst zu entdecken." Und auch als Trost habe Paula die Kunst gebraucht, vor allem in Worpswede. Dort habe sie sich immer unfreier gefühlt, im Stillen gearbeitet und vieles selbst vor ihrem Mann versteckt. Umso größer sei ihre Sehnsucht nach Paris gewesen: "Für Paula war Paris wie eine neue Wahrnehmung, wie ein neues Sehen", so Juri. "Für einen Künstler ist das faszinierend: neu sehen zu können." Aber als Frau blieben ihr auch in der Großstadt viele Dinge verschlossen: "Paula schrieb ihrem Mann, es wäre schön, wenn er nach Paris kommen würde, weil sie alleine so wenig erleben könne. Man durfte als Frau damals so vieles nicht. Darun­ter hat sie gelitten. Modersohn hat das nicht verstanden. Er brauchte die Stadt nicht, da waren sie sehr verschieden."

Paris wird der Ort, an den es sie immer wieder zurückzieht

"Alles saust und hastet um mich her in nebliger, feuchter Atmosphäre", schreibt die reale Paula Modersohn-Becker in ihr Pariser Reisetagebuch. Es ist ihr erster Besuch in der Welthauptstadt der Kunst, und es sind die ersten Tage des 20. Jahrhunderts. Anfangs beschleicht Paula ein "Ameisengefühl", eine Ahnung, "als gehörte mehr als meine Kraft dazu, hier zu leben, eine brutale Kraft". Aber dann klart es doch auf: "Ich fühle eine neue Welt in mir erstehen." Paris wird der Ort, an den es die Malerin immer wieder zurückzieht und an dem sie die wichtigsten Impulse für ihr Werk erfährt. In Paris lernt sie die modernen Maler kennen, die die Welt mit ihren Pinselstrichen nicht mehr abbilden, sondern neu erfinden wollen, sie entdeckt die altägyptische Kunst und die Skulpturen der Antike, hier fühlt sie sich frei genug, um aus dem engen Worspweder Realismus zu neuen Horizonten aufzubrechen. Sie beginnt, mit dem Pinselstiel über die Leinwand zu kratzen, die Farben "kraus und krisselig" zu machen und damit die Künstlichkeit ihrer Gemälde zu unterstreichen. Später sucht sie nach dem "großen Einfachen" in der Malerei und findet in der Mischung aus antikem und modernem Gefühl ihren unverwechselbaren Stil. "Die große Einfachheit der Form, das ist etwas Wunderbares", notiert sie im Februar 1903. "Stirn, Augen, Nase, Wangen, Kinn, das ist alles. Es klingt so einfach und ist doch so sehr, sehr viel."

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Paris in Leipzig: Paula Modersohn-Becker fragt im Film eine Prostituierte nach dem Weg.

Auch das Paris, das Paula zeigt, ist von Realismus mitunter weit entfernt – und das nicht nur, weil die Pariser Straßenzüge in Leipzig stehen. Schwochow erlaubt sich einige bewusste Stilbrüche und holt unsere Gegenwart in die Historie hinein: In einer Pariser Kneipe steht ein DJ auf einer Empore und bedient zwei Grammophone, während über ihm eine Statue von Dionysos, dem Gott des Rausches, thront. Auf den Tischen quellen die Aschenbecher über, in der Menge bahnt sich Camille Claudel ihren Weg durch eine illustre Halbwelt-Mischung: eine Frau mit Zigarre, ein Mann im Kleid, eine verfrühte "Punkerin" mit Ratte auf der Schulter, ein kokettes Zwillingspaar und viele bunt geschmückte Dirnen.

An einem Tisch sitzen Paula und ihre Freundin, die Bildhauerin Clara Westhoff, und zeichnen mit fliegenden Händen Porträts der dafür Schlange stehenden Gäste; bezahlen lassen sie sich mit Alkohol. Schließlich betritt Westhoffs Ehemann, der Dichter Rainer Maria Rilke, barfuß die Kneipe und übersieht vor Paulas Anblick beinahe seine Frau. Dabei ist deren Darstellerin so ziemlich das Gegenteil der historischen Clara Westhoff: zierlich, laut, ausgelassen, leichtlebig und flatterhaft.

Paula Modersohn-Becker
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Dann fasst sie den damals provozierenden Entschluss und verlässt Modersohn

Mitunter reibt man sich bei Paula erstaunt die Augen, wenn man die Geschichte der realen Paula kennt – oder zumindest zu kennen glaubt. Denn selbstredend hat Modersohn-Becker ihren Briefen und Tagebüchern längst nicht alles anvertraut. Es bleiben viele offene Fragen in ihrem Leben, auf die der Drehbuchautor von Paula, Stefan Kolditz, seine eigenen Antworten gefunden hat. Bei ihm ist Clara Westhoff Rilkes zweite Wahl, nachdem dieser begreift, dass er Paula nicht haben kann. Der Soziologe Werner Sombart verschmilzt mit den "notorischen Bulgaren" aus Paulas Pariser Briefen zu einem französischen Geliebten, der auch die Aktaufnahme macht, die eigentlich vermutlich von Paulas Schwester stammt und der Malerin als Vorlage für eines ihrer berühmtesten Gemälde diente. Auf Modersohn-Beckers Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag (1906), dem ersten weiblichen Selbstakt der Kunstgeschichte überhaupt, überlagern sich jetzt der begehrende Blick des Liebhabers und Paulas eigener.

Die große Einfachheit
Sie reduzierte ihre Malerei aufs Wesentliche und überwand so den Naturalismus. Der Tod von Paula Modersohn-Becker jährt sich zum 100. Mal, üppige Ausstellungen ehren die Künstlerin

"Ich wollte dieses Leben nicht einfach nach dem Prinzip von 'Und dann und dann und dann' erzählen", sagt Stefan Kolditz. Stattdessen hat er einen Weg zwischen Fakten und Fiktion gefunden, indem er Paulas Biografie ganz auf deren "archimedischen Punkt" ausrichtet: "Im Alter von 30 Jahren haben sich weder ihre privaten Hoffnungen noch ihre künstlerischen Visionen erfüllt", so Kolditz. "Sie könnte resignieren, den Weg vieler anderer Malerweiber gehen und ihrem Mann eine gute Ehefrau und Mutter seiner Kinder werden. Stattdessen fasst sie einen damals provozierenden Entschluss, verlässt Modersohn und Worpswede und entdeckt auch als Malerin eine ungeahnte Radikalität in sich."

Es ist in der Tat eine radikale Entscheidung. Otto Modersohn stürzt sie ins Unglück, Freunde und Familie stößt Paula vor den Kopf. In einem Brief an den Schriftsteller Carl Hauptmann rechtfertigt sie sich vor allem damit, dass ihre Ehe kinderlos geblieben ist: "Ich habe mich ganz in Otto Modersohns Hände gelegt und habe fünf Jahre gebraucht, um wieder frei davon zu werden. Ich habe fünf Jahre neben ihm gelebt, ohne dass er mich zu seiner Frau machte, das war Tierquälerei. Und wenn er jetzt leidet, so habe ich wahrlich meinen Teil schon vorher gehabt." Kolditz spinnt um dieses Ehedrama eine In­trige, in der die konservativen Worpsweder Maler Mackensen und am Ende den liberalen Modersohn dazu drängen, Paula in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Aber der widersteht allen Anwandlungen einer vormodernen Zeit und finanziert stattdessen weiter Paulas Pariser Aufenthalt. Für Kolditz ist Modersohn deshalb der heimliche Held des Films: ein verzweifelter Mann, der um seine Frau kämpft und versucht, sie zu verstehen. "Paula kehrt zu ihm zurück", so Kolditz, "als sie erkennt, dass er der Einzige ist, der bereit ist, sie als Künstlerin wahrzunehmen."

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Jetzt, am Drehort, ist es für eine Versöhnung noch zu früh. Es ist Paulas 30. Geburtstag, und sie ist fest entschlossen, ihren Ehemann zu verlassen und nach Paris zu gehen. Sie steht mit Sack und Pack in der Stube, als Otto Modersohn aus dem benachbarten Atelier hereinkommt. Erst versteht er nicht, was sie sagt, oder er will es nicht wahrhaben. Und dann klopfen auch schon Mackensen, Vogeler, Overbeck, pochen ans Fenster, um der Jubilarin ein Ständchen zu bringen. Vergnügt kommen sie herein, und als Paula nicht mit ihnen anstoßen mag, glauben sie einen Augenblick, sie sei endlich schwanger. Dann komplimentiert Modersohn die Gäste zu den Getränken, um mit Paula allein sein zu können. Doch die ist bereits, schwer beladen wie sie ist, halb zur Tür heraus, und als Modersohn lügt, Paula würde in ihr Atelier gehen, wissen es die anderen Maler schon besser.

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Die Geburtstagsszene wurde in Dülmen, Nordrhein-Westfalen, gedreht. Die Kulisse musste mit Kunstschnee aus Zellulose winterlich hergerichtet werden.

Es ist eine Schlüsselszene des Films. Draußen klebt bei 14 Grad Celsius der frisch aufgesprühte, aus winzigen Papierfetzen bestehende Schnee an der Natur und lässt die Temperatur drinnen gefühlt ein wenig sinken. Christian Schwochow bringt Carla Juri, die ihren Text anfangs nur haucht, bei den Proben dazu, diesen klar und deutlich zu sprechen. Statt beklommen soll Paula entschlossen wirken, wie eine Frau, die weiß, was sie will, die sich gegen alle inneren Zweifel und äußeren Widerstände entschieden hat, jetzt vor allem an das eigene Glück und weniger an das ihres Ehemanns zu denken.

Sobald die Kamera läuft, ist die Stimmung noch einmal eine andere, konzentrierter. Der Zeitplan ist eng, sechs Stunden Proben- und Drehzeit ergeben 45 Sekunden auf der Kinoleinwand. Auch jetzt wird die Szene mehrmals wiederholt, nach jeder Unterbrechung fliegen die Masken- und Kostümbildnerinnen heran, um an den falschen Bärten und Perücken zu zupfen und zu pinseln, bevor sie wieder in Ecken und Nebenräume verschwinden – das Sichtfeld der Schauspieler soll so frei von Ablenkung wie möglich sein. Bei diesem ständigen Stop-and-go kann man sich kaum vorstellen, wie aus den vielen kleinen, oft nur sekundenlangen Szenen am Ende ein Ganzes, ein berührender Charakter entsteht. Anders als beim Malen hat man beim Film das Ergebnis erst vor sich, wenn man die einzelnen Bilder aneinandermontiert. Und doch hat man jetzt schon den Eindruck, dabei zu sein, wenn für die reale Paula Modersohn-Becker noch alles möglich scheint. Sie hofft, sie bangt, sie bebt und ist voller Leben. Und dieses Gefühl, das sich Vergangenheit und Gegenwart, Wirklichkeit und Fiktion berühren, lässt einen auch nach dem letzten "Cut" nicht mehr ganz los. Wir treten aus Otto Modersohns Atelier ins Freie – und sehen den Winterschnee von 1906 in sanften Flocken um die Ecke wehen. Filmstart: 15. Dezember 2016.

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Die Künstlerkolonie ist Modersohn-Becker (Carla Juri) zu eng – sie verabschiedet sich an ihrem Geburtstag von Ehemann Otto Richtung Paris.

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