Hokusai und die Welle

Wasser, Berge, Kurtisanen

Sein Bild von der "großen Welle" wurde zum Inbegriff der japanischen Kunst - Katsushika Hokusai, der geniale Maler und Holzschnittmeister, schuf Werke von subtiler Farbgebung und noblen Formen aber auch unverblümt erotische Szenen.
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Katsushika Hokusai: "Im Wellental vor der Küste von Kanagawa", 1830/31, 30 x 40 cm

Bescheiden, fast demütig, verneigte sich der alte Mann vor der hohen Kunst der Malerei. Seit seinem sechsten Lebensjahr "begeisterte ich mich dafür, die Gestalt der Dinge abzubilden, und habe seit meinem fünfzigsten Jahr zahllose Bilder veröffentlicht, doch nichts von dem, was ich zeichnete, bis ich siebzig wurde, war der Beachtung wert". Dies schrieb der japanische Künstler Katsushika Hokusai im Alter von 73 Jahren.

Da "gelang es mir mehr und mehr, das Wachstum der Pflanzen und Bäume, die Gestalt der Vögel, Tiere, Insekten und Fische zu begreifen". Voller Hoffnung sei er, "weitere Fortschritte zu machen, bis ich achtzig werde, und mit neunzig schließlich noch tiefer in das Herz der Dinge einzudringen, auf dass ich mit hundert in meiner Kunst einen göttlichen Zustand erreicht haben möge". Aber erst mit 110 werde "jeder Punkt und jeder Strich, den ich zeichne, zum Leben erwachen".

Dieses Bekenntnis schrieb Hokusai 1832 ins Nachwort zu einem Band mit Holzdrucken, der "Hundert Ansichten des Berges Fuji" vereinen sollte. Hokusais Bescheidenheit, die auch in seinem buddhistischen Glauben wurzelte, ist für Europäer nur schwer nachvollziehbar. Denn Hokusai wird heute als genialer Meister des Farbholzschnitts und großartiger Maler gefeiert. Mit jahrzehntelanger, ungebrochener Kreativität erneuerte er die Kunst Japans. Er hat rund 30 000 Einzelblätter und 500 illustrierte Bücher hinterlassen, dazu kostbare Seidenmalereien. Er beherrschte wie nur wenige die perfekte Linie, war ein Meister der subtilen Farbgebung, der noblen Formen.

Katsushika Hokusais unverblümte erotische Szenen sind von sublimer Sinnlichkeit

Dabei erwies er allen seinen Sujets die gleiche Hochachtung und Sorgfalt - gleichgültig, ob es sich um eine vornehme Kurtisane handelte, um einfache Bauern auf dem Feld, Fischer in ihren Booten, einen Karpfen im Teich, einen Singvogel auf einem Zweig oder den heiligen Berg Fuji. Darin folgte er den Grundprinzipien des Buddhismus, dass alle Lebewesen und alle Erscheinungen der Natur zutiefst beseelt und letztlich eins sind. Hokusai gilt als Meister der "ukiyo-e" genannten Kunst, die heute fälschlich mit Druckgrafik gleichgesetzt wird. In Wirklichkeit aber umfasst sie Drucke und Gemälde, die nicht mehr traditionell religiösmythologische Themen behandeln, sondern die "fließende Welt", so die ungefähre Übersetzung, das alltägliche, das irdische Leben der Menschen. Dazu gehört auch das Liebesspiel: Hokusais unverblümte erotische Szenen sind drastisch und dennoch von sublimer Sinnlichkeit.

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Katsushika Hokusai: "ohne Titel", Tafel 4 aus der Reihe "Bilder von Paaren (Ehon tsui no hinagata)", zirka 1812

Hokusai war der erste asiatische Künstler, der die Landschaftsmalerei zu einem eigenständigen Genre erhob und sich den Phänomenen der Natur widmete. Sein Motiv der Großen Welle von Kanagawa ist von solch elementarer Wucht, dass sie "schon bald nicht nur im eigenen Land, sondern weit über die Grenzen seines eigenen Kulturkreises hinaus bewundert wurde", so der Hokusai-Biograf Gian Carlo Calza. Hokusais Wirkung auf westliche Kollegen ist legendär. Vom französischen Impressionisten Claude Monet (1840 bis 1926) bis zum kanadischen Fotokünstler Jeff Wall (Jahrgang 1946) – immer wieder waren Hokusais Bilderfindungen und die seiner Kollegen wie Kitagawa Utamaro (1753 bis 1806) und Ando Hiroshige (1797 bis 1858) Inspirationsquellen, so dass sich im späten 18. Jahrhundert sogar der Begriff des "Japonismus" herausbildete (siehe Infobox am Ende des Artikels).

Über das Leben dieses großen Künstlers ist wenig bekannt. Er selbst hat seine Identität stets hinter die Kunst gestellt. So wechselte er immer dann seinen Namen, wenn er einen neuen Weg in seinem Schaffen eingeschlagen hatte - mindestens 23 Mal, wie etwa die Orientalistik-Professorin Sandra Andacht festgestellt hat, andere Wissenschaftler sprechen sogar von über 30 "Go" (Künstlernamen). Das Konstrukt "Katsushika Hokusai" hat sich in der Kunstgeschichte schließlich durchgesetzt. "Hokusai", so der Japan-Experte Wolfmar Zacken bedeutet "Nördliches Studio" und "dürfte sich auf eine seiner Hütten beziehen", und "Katsushika" war ein Randbezirk von Edo. Hokusais Herkunft liegt im Dunkeln. Er wurde im Bezirk Honjo Warigesui von Edo, dem heutigen Tokio, geboren. Seine Eltern sind unbekannt. Ein Spiegelmacher im Dienste des Hofes der Shogun, Nakajima Ise, adoptierte den Knaben - damals ein durchaus normaler Vorgang; da wurde er Tokitaro genannt. Mit 15 Jahren ging er bei einem Holzschneider in die Lehre. Hier lernte er, zeichnerische Vorlagen anzufertigen; Kopisten setzten sie in detaillierte Studien um, die dann von professionellen Schnitzern in die eigentlichen Holzdruckstöcke umgewandelt wurden.

Heimlich zeichnete Hokusai Legenden seiner Heimat und Frauenbildnisse

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Katsushika Hokusai: "Selbstporträt als alter Mann", 1845-1949

1778 wurde Hokusai Lehrling beim damals berühmtesten Ukiyo-e-Meister Katsukawa Shunsho, der vor allem durch seine Theaterdarstellungen bekannt geworden war. Hier bekam er den Namen Katsukawa Shunro. Unter diesem veröffentlichte er ab 1779 eine Reihe von zunächst einfachen Blättern, für ein Massenpublikum gedacht und bei weitem nicht so aufwändig gestaltet und sorgfältig gedruckt wie die seines Meisters. Das Kabuki-Theater war für den jungen Hokusai, der begierig künstlerische Einflüsse von der chinesischen Ming-Periode (1368 bis 1644) bis zu Rinpa-Malerei der Edo-Zeit Japans (1603 bis 1868) aufnahm, auf Dauer zu eintönig. Heimlich zeichnete er Legenden seiner Heimat, Themen aus dem chinesischen Kulturkreis und Frauenbildnisse, die er ab 1791 beim Konkurrenzunternehmer Tsutaya Jusaburo drucken und verlegen ließ. Zum ersten Mal wurden seine Entwürfe mit derselben Akribie ausgeführt wie die der großen Meister. Letzten Endes führte dies zum Zerwürfnis mit der Schule, die ihn von dort verwies.

In den neunziger Jahren des 18. Jahrhunderts erreichte die japanische Druckkunst einen Höhepunkt. Meister Kitagawa Utamaro fertigte seine berühmten Kurtisanenbildnisse an, ebenso reiche wie kunstsinnige Kaufleute gaben luxuriöse Privateditionen in Auftrag. Sie förderten die Dichtkünste und gründeten Dichtervereine. Die schönsten Poeme wurden entweder als von Künstlern illustrierte Einzelblätter (surimono) oder in Alben (kyoka) veröffentlicht, der Vertrieb erfolgte privat. "Da es keine finanziellen Einschränkungen gab, gab es fast keine Grenze für die Qualität des Drucks, des Papiers oder der Pigmente, die verwendet wurden", so Matthi Forrer, Kurator der japanischen Abteilung des ethnologischen Museums im niederländischen Leiden. Hokusai, der sich zu dieser Zeit Sori nannte, hatte seinen Stil inzwischen geändert: Die kühnen, ausdrucksstarken Schauspielerdarstellungen, angesiedelt in den luxuriösen Theatern der Städte, wichen nun leiseren, delikateren und vor allem alltäglicheren Szenen, für die er oft die Landschaft in und um Edo als Austragungsort erwählte.

In der "Hokusai-Periode" haben die Gesichter der Menschen die typische rundliche Melonenkern-Form.

Ab 1796 firmierte er unter "Hokusai Sori", zwei Jahre später als "Sori aratame Hokusai"- "Sori, der seinen Namen in Hokusai geändert hat". So signierte er etwa eine Malerei auf Seide, "Oiran mit zwei Dienerinnen" (um 1798), bei dem vor allem der kunstvolle Bildaufbau auffällt: Die drei Figuren sind in einem dynamischen Aufwärtsstrudel angeordnet - unten ruht die Kurtisane Oiran lässig mit angezogenem linkem Bein, das aus der Fülle ihrer Kleider herausschaut, das Gewand ist ihr von der Schulter gerutscht und gibt die Unterkleider frei. Über ihr, die eine sitzend, die andere stehend, zwei Dienerinnen - ein Bild der Anmut und Schönheit, an dem möglicherweise neben Hokusai, von dem die Hauptfigur stammen soll, auch noch andere Personen beteiligt gewesen sein könnten.

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Hokusai: "Zwei Kurtisanen", Edo-Zeit, um 1805

In dieser "Hokusai-Periode" haben die Gesichter der Menschen die typische rundliche "Melonenkern-Form". Die Körper der Frauen, die, "von wehmütiger Traurigkeit durchdrungen, den magischen Romantizismus" dieser Phase verkörpern (Calza) - Dienerinnen, Hofdamen oder einfache Mädchen - haben eine anmutig geschwungene Silhouette, ihre ranken Leiber sind von fließenden, kostbar ornamentierten Stoffen umhüllt. Ein schönes Beispiel ist die "Sommerliche Toilette"(um 1808/09). Hokusai wandte hier einen besonderen Kniff an, um alle Aufmerksamkeit auf das Gesicht der jungen Frau zu lenken: Die zarte, schlanke Dame, deren Körper eine elegante S-Linie zeichnet, sieht man nur von hinten. Sie hat ihre rechte Hand an den Hinterkopf geführt, so dass ihr Arm eine Gegenbewegung zur Körperlinie vollzieht. Sie ist dabei, ihre Haare, die von "kogai" (Haarstäbchen) zusammengehalten werden, zu richten. Ihr Gesicht aber sieht der Betrachter separat im Spiegel, den sie sich prüfend vorhält. Sie trägt ein Gewand mit grau-rötlichem Karomuster, zu strengen Karos angeordnet sind auch die stilisierten schwarzen Blüten auf dem "obi", einem breiten, aufwändig gearbeiteten, geschlungenen Gürtel. Durch die Bewegung ihres Armes ist es ein wenig verrutscht, so dass das Unterkleid hervorlugt.

Die Popularität der Mangas von Katsushika Hokusai war gewaltig

"Die entrückte Atmosphäre und Stimmung sanfter Mattheit", schreibt Gian Carlo Calza, die "auch Natur und Landschaft seiner Malereien und Drucke vom Ende des 18. bis in das frühe 19. Jahrhundert hinein zu durchdringen scheint, war im Grunde der Vorgriff auf eine fundamentale Wandlung, die sich in seiner Kunst, ja, man könnte sagen, der japanischen Kunst insgesamt vollziehen sollte." Ab 1812 signierte er seine Arbeiten mit dem Zunamen "Katsushika", zwischen 1810 und 1824 fertigte er bebilderte Kompendien für seine Schüler so genannte "edehon", darunter auch seine "Hokusai-Mangas" ("beliebige Skizzen"), von denen er insgesamt 50 Bände veröffentlichte. "Die Popularität dieser Manga muss gewaltig gewesen sein", konstatiert Matthi Forrer - sie klingt bekanntlich bis heute in der aktuellen Comicszene Japans nach.

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Hokusai: "Dompfaff und hängende Kirsche", 1834, 25 x 18 cm

1820, Hokusai war 60 Jahre alt und hatte alle Tierkreiszeichen durchlaufen, fand er es an der Zeit, seinen Namen wieder einmal zu ändern: Er wurde zu "Iitsu", auch "Tameichi" oder "Tanekazu", was alles etwa "noch eines" bedeutet und somit einen Neuanfang markiert. Er malte die "Wasserfälle in allen Provinzen" - die sind oft so stilisiert, wie man es aus der Ornamentik des Jugendstils kennt. Daneben entstanden Blumen- und Tierbilder von höchster Qualität, Höhepunkt waren die Serien der großen (1832) und der kleinen Blumen (1834). Vor allem in den kleinen erwies sich Hokusai als Meister der Farbauswahl - etwa in dem Druck "Dompfaff und hängende Kirsche", in dem ein phänomenales preußischblau zum Protagonisten wird. Das Blau des Himmels lässt die weißen, mit zartrosa Schimmern überzogenen Kirschblüten so intensiv leuchten, als seien sie von einem unsichtbaren Licht angestrahlt.

Literatur zu Katsushika Hokusai

  •  Jocelyn Bouquillard: Hokusai. 36 Ansichten des Berges Fuji. Schirmer/Mosel Verlag, 2007
  • Gian Carlo Calza: Hokusai. Phaidon Verlag, 2006
  • Peter Morse: Hokusai. Bilder zu hundert Gedichten von hundert Poeten, Metamorphosis Verlag, 1993
  • Matthi Forrer: Hokusai. Prints and Drawings, Prestel Verlag, 1991

Hatte bislang die Landschaft nur als Bildhintergrund gedient, so wurde sie in Hokusais Spätwerk zu einem eigenen Genre. Er verwendete auf die Darstellung von Landschaft und Natur nun dieselbe Akribie und Leidenschaft wie auf die des Menschen. Sein liebstes und zugleich berühmtestes Motiv wurde der heilige Berg Fuji. 1830 hatte Hokusai beschlossen, den Berg Fuji in einer Reihe von Drucken zu verewigen. Das Ergebnis waren die "36 Ansichten des Berges Fuji" (die später auf 46 erweitert wurden). Hokusai stellte den heiligen Berg aus verschiedenen Blickwinkeln und unter wechselnden atmosphäri schen Bedingungen dar. Der Fuji erscheint von der Abendsonne gerötet, von Blitzen bedrohlich umzuckt, dann wieder thront er majestätisch über den Morgennebeln. Dabei spielt der Fuji nicht immer die Hauptrolle.

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Hokusai: "Südwind bei klarem Morgengrauen", 1830/31, 26 x 38 cm, aus der Reihe: "36 Ansichten des Berges Fuji"

Hokusais Gemälde und Holzschnitte gibt es mittlerweile massenhaft als Kunstdruck oder Poster

In Hokusais wohl berühmtesten Holzschnitten, der großen Welle, fällt den meisten Betrachtern erst beim ganz genauen Hinsehen auf, dass sich der Fuji vor der wie gefroren wirkenden Monsterwelle ganz klein und fast ängstlich duckt. In anderen Fuji-Drucken teilt sich der heilige Berg das Bildgeschehen mit den "Kiefern im Aoyama-Park", mit Kranichen auf den Feldern, oder er spiegelt sich auf der Oberfläche eines Sees. Die Ansichten des Fuji, allen voran die "große Welle", sind Hokusais eindrucksvollstes Vermächtnis. So populär ist das Motiv, dass es von der Trivialkultur hemmungslos vereinnahmt wurde: Die "große Welle" bricht sich auf Keramikbechern, Kleidern und T-Shirts, schäumt auf Spielkonsolen und Vorhangstoffen, man kann sie als dekorative Sticker aufkleben, als Kunstdruck auf Leinwand und Poster an die Wand hängen oder sich als Button ans Revers heften.

Der Japonismus: Europa schwelgte in fernöstlicher Kultur

Japanische Drucke kamen zuerst quasi durch die Hintertür nach Europa.In der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Japan seine lange und vollständige Isolation dem Rest der Welt gegenüber aufgegeben und hatte angefangen, mit dem Westen Handel zu treiben. Künstlerdrucke wurden damals als Verpackungsmaterial für Tee und andere Exportgüter benutzt. Zum Glück gerieten sie mehr zufällig in die richtigen Hände. Ihr hoher künstlerischer Rang wurde erkannt - und damit begann ein Japan-Boom sondergleichen, der sich auf Kunst, Literatur, Innenarchitektur, Kunsthandwerk und Mode auswirkte und unter dem Begriff "Japonismus" in die Kunstgeschichte eingegangen ist. Japanische Kunst erlangte rasch Kultstatus, wurde weniger als Kunstrichtung, sondern als Weltanschauung betrachtet. Vor allem Hokusai "schien den japanischen Künstler schlechthin zu verkörpern", schreibt Gian Carlo Calza. Er besaß "jene unerlässliche Aura der Exzentrizität und Freigeistigkeit, die ihn wie einen wundersamen Heiligenschein umgab". Vor allem im Kreise der Impressionisten und Postimpressionisten brach eine Sammelleidenschaft aus. Claude Monet (1840 bis 1926) hortete in seinem Haus in Giverny zahlreiche Hokusai-Drucke - Varianten des Fuji, Blumenstillleben, die stilisierten Wasserfälle.

Ebenso, wie Hokusai den Kegel des Heiligen Berges unter den verschiedenen Witterungs- und Lichtverhältnissen dargestellt hat, widmete sich Monet dem Prinzip der Serie etwa in seinen Bildern der kegelförmigen Heuhaufen. Der erste, der den Handel mit japanischer Kunst im großen Stil betrieb, war der gebürtige Hamburger Siegfried, auch Samuel, Bing (1838 bis 1905). In seiner Pariser Galerie lernte Vincent van Gogh (1853 bis 1890) die Holzschnitte der drei Großen - Hokusai, Utamaro, Hiroshige - kennen. Er wurde begeisterter Sammler und Kopist und ließ sich von der fernöstlichen Ästhetik zu bezaubernden Naturstudien inspirieren. Auch in Amerika machte die Japanmode Furore: Der Maler James McNeill Whistler (1834 bis 1903) etwa malte 1864 westliche Frauen im Kimono. Noch heute dient die Kunst der alten Japaner als Inspirationsquelle - selbst der begnadete Selbstvermarkter Takashi Murakami ließ sich für sein Bild "Milk" (1998) von Hokusais großer Welle anregen. Und der kanadische Fotokünstler Jeff Wall stellte in einer seiner frühen digitalen Montagen, "Eine plötzliche Windbö" (1993), eine Szene von Hokusai nach.