Ankauf von Höch-Werken

14 mal Dada

Hannah Höch zählt zu den bekanntesten deutschen Künsterlinnen des 20. Jahrhunderts. Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg konnte jetzt 14 Arbeiten der berühmten Dadaistin erwerben.
14 mal Dada

Hannah Höch: "Der Strauß", 1929/65, Collage

Das Germanische Nationalmuseum hat 14 Werke der bekannten Berliner Dada-Künstlerin Hannah Höch (1889-1978) gekauft. Zwei Porträts der Künstlerin von ihrem Lebensgefährten Raoul Hausmann ergänzen den Ankauf. Die drei Gemälde, fünf Collagen und sechs Aquarelle von Höch sind bereits seit Jahren als Dauerleihgaben aus dem Nachlass der Künstlerin im Museum in Nürnberg. Die Papierarbeiten waren jedoch bislang - anders als die Gemälde - im Depot und nur auf Anfrage zu sehen, wie eine Sprecherin am Mittwoch sagte. Im Dezember und Januar sollen die Neuerwerbungen nun im Zusammenhang mit anderen Werken aus der gleichen Zeit gezeigt werden.

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Hannah Höch: "Resignation", 1928, Öl auf Leinwand

Der Kauf wurde von der Kulturstiftung der Länder und der Ernst von Siemens Kunststiftung unterstützt. Durch die guten Kontakte zur Familie sei ein «verhältnismäßig guter» Preis ausgehandelt worden, sagte die Sprecherin. Die Nichte Hannah Höchs hatte 1990 und 1995 auf ausdrücklichen Wunsch der Künstlerin bedeutende Teile ihres Nachlasses dem Nationalmuseum als Dauerleihgabe anvertraut.

Höch zählt laut dem Museum zu den bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Bekannt machten sie vor allem ihre Papiercollagen, mit denen sie sich bissig-pointiert zur politischen und sozialen Situation ihrer Zeit geäußert habe.

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