Die Nachtwache

Das Zentrum des Bildes "Die Nachtwache" bildet eine Bürgerwehr des 17. Jahrhunderts. Diese warem derzeit in den Niederlanden verbreitet, da das Land um seine Loslösung der spanischen Herrschaft im Achtzigjährigen Krieg kämpfte. 1648, wenige Jahre nach Fertigstellung des Bildes wurden die Niederländer durch den Westfälischen Frieden mit Erfolg belohnt.

Rembrandt van Rijn: "Die Nachtwache", 1642

Blendung Simson

Die "Blendung Simson" ist eines der wohl bedeutendsten Werke der Niederländers. Dargestellt ist eine Szene aus der Geschichte des Richters Simson. Dieser, als Nasiräer bekannt, Gott gegenüber einen besonderen Eid leistend, galt als überaus stark. Da er sich an die drei Bedingungen hielt, welche ihm vorgegeben waren. Darunter jene, sich niemals Bart und Haare zu schneiden. Auf Rembrandts Gemälde sehen wir Simson kurz nachdem Delila diese Bedingung brach und seine Haare schnitt. Der Verrat durch sie an die Philister brachte Simson sichtbar in die Bredouille.

Rembrandt van Rijn: "Die Blendung Simsons", 1636

Batseba beim Bade

Hendrickje Stoffels war die frühere Haushälterin und später die Lebensgefährtin des Malers. Sie wurde, ebenso wie seine Frau Saskia von Uylenburgh, oftmals Modell und Muse des Künstlers. Ob sie tatsächlich als Vorlage für die badende Batseba diente ist in der Kunstgeschichte umstritten.

Rembrandt van Rijn: "Batseba beim Bade", 1654

Steinigung

Die “Steinigung des Heiligen Stephanus” ist eines der frühesten Werke des Künstlers. Schon hier zeigt sich Rembrandts typisches Spiel mit Licht-und Schattennräumen, wodurch einzelne Szenen besonders hervortreten und den Blick direkt auf sich lenken.

Rembrandt van Rijn: "Steinigung des Heiligen Stephanus", 1625,

Mann mit Goldhelm

Lange Zeit wurde der "Mann mit Goldhelm" für ein Werk des Meisters selbst gehalten. Mittlerweile jedoch sind sich Kunsthistoriker einig, dass das Werk aus dem Umfeld Rembrandts stammt. Für den betrachter des 17. Jahrhunderts galt der goldglänzende Helm als Antiquität. Vermutet wird daher, dass es sich beim Dargestellten um einen Krieger vergangener Zeiten handelt.

Rembrandt-Umkreis: "Der Mann mit dem Goldhelm", um 1650/55

Kreuzabnahme

Rembrandts sieben Gemälde einschließender Zyklus zur Kindheit und Passion Christi beinhaltete auch  die "Kreuzabnahme". Da im Auftrag zu des Zyklus auch die Kreuzaufrichtung, Grablegung, Himmelfahrt und Auferstehung festgehalten waren, werden die Gemälde in der Forschung als "Passionszyklus" betitelt. Peter Paul Rubens soll dem Künstler als Inspiration für sein Bild gedient haben. Dessen Stiche waren Rembrandt bekannt.

Rembrandt van Rijn: "Kreuzabnahme", 1633

Bildnis Samtbarett

Als Hauptsujets Rembrandts können Historiengemälde und Porträts, darunter zahlreiche Selbstporträts gelten. Das Selbstportät mit Samtbarret entstand als Rembrandt gerade 28 Jahre alt war. Im selben Jahr hatte Rembrandt, knapp zwei Wochen vor seinem Geburtstag, seine erste Frau Saskia van Uylenburgh geheiratet.

Rembrandt van Rijn: "Selbstbildnis mit Samtbarett", 1634

Bileam und Eselin

Rembrandt gilt nicht ohne Grund als Kunst-Revolutionär seiner Zeit. Viele der Historiengemälde und -radierungen des Künstlers zeigen erstmals in der Kunst verarbeitete biblische Szenen und Mythen oder setzen ein traditionelles Thema deutlich anders um, als es in Vorbildern geschehen war. Das Gemälde Bileam und Eselin setzt sich mit der biblischen Geschichte des gleichnamigen Helden und seines sprechenden Esels auseinander. Das beliebte Bildthema verarbeitete der Künstler während seiner Zeit in Leiden.

Rembrandt van Rijn: "Bileam und die Eselin", 1626

Gastmahl Belsazar

Auch beim "Gastmahl von Belsazar" handelt es sich um eine Geschichte aus der Bibel. Dem babylonischen Herrscher Belsazar erscheint an der Wand eine geheimnisvolle Schrift, das Menetekel. Die unheilvolle Warnung verrät ihm, dass sein Tode naht und sich sein Reich auflösen wird. Rembrandt hält in seinem Gemälde genau den Moment der Erscheinung der Botschaft fest, wobei er das Menetel durch seinen leuchtenden Lichtkranz in den Vordergrund rückt.

Rembrandt van Rijn: "Das Gastmahl des Belsazar",  um 1635/1639

Selbstporträt

Kaum ein Maler hielt seine eigenes Antliz so häufig fest wie Rembrandt selbst. In über 60 Selbstporträts kann man daher dem Voyeurismus fröhnen und die Stationen der künstlerischen Vita als Betrachter nachverfolgen.

Rembrandt van Rijn: "Selbstporträt", um 1630

Ochse

Der geschlachtete Ochse von Rembrandt feierte nicht nur von Künstlern wie Corinth (1905) und Soutine (1924) seine Wiederauferstehung, er galt auch als skandalös. Vor seinem "fleischigen Inkarnat", welches unter Experten als besonders realistisch galt, verweilten Hartgesottene in eigentümlicher Faszination.

Rembrandt van Rijn: "Der geschlachtete Ochse", 1655

Landschaft Gebäude

Rembrandt van Rijn: "Landschaft mit Gebäuden", 1642–1646

R. und Saskia

Diese Darstellung Rembrandts mit seiner Gattin Saskia ist nicht ganz so ernst zu nehmen. Experten werten sie als ironischen Kommentar des Künstlers selbst. Rembrandt inszeniert sich hier mit einem Augenzwinkern in der Rolle des nicht ganz so treuen, verlorenen Sohnes im Bordell.

Rembrandt van Rijn: " Rembrandt und Saskia im Gleichnis des verlorenen Sohnes", um 1635

Anatomie Dr. Tulp

Der Arzt Nicolas Tulp steht auf dem Gemälde Rembrandts im Mittelpunkt. Er erklärt den Zuschauenden das medizinische Know-How zur Sektion der Skelettmuskulatur des blutig und offen aus dem Gemälde herausstechenden Armes. Das Bild erfreute sich ob seiner anatomisch fragwürdigen Darstellung einer Vielfalt an Rezeption. Sogar in einem "Asterix-Comic" wurde des Künstlers Werk parodiert. Der Seher liest die Zukunft im gallischen Dorf aus einem auf dem Tisch liegenden Fisch. Ähnlich wie bei Rembrandt stehen die Dorfbewohner um den Tisch herum.

Aristoteles

Rembrandt van Rijn: "Aristoteles", 1653

Susanna

Die Rettung der Susanna durch den biblischen Propheten Daniel ist schon lange ein beliebtes Bildthema. Auch Rembrandt zeigt es. In der Geschichte der Kunst erfreute sich die Badende besonderer Beliebtheit, weil sie einen legitimen Anlass zur Aktdarstellung bot.

Rembrandt van Rihn: "Susanna und die beiden Alten", 1647

Der Philosoph

Der "Philosoph in Meditation" erfreute sich nicht nur als Kunstwerk großer Popularität. Er zog auch zahleiche Schrifsteller in seinen Bann. So schrieben neben Aldous Huxley und Marcel Proust auch George Sand und Théophile Gautier über das Gemälde oder nutzten es als Anreiz für das Schwingen ihrer Füllfederhalter.

Rembrandt van Rijn: "Der Philosoph in Meditation", 1632

Christus im Sturm

1990 stahlen Kunstdiebe in Boston Werke im Wert von über 50 Millionen Euro. Auch Rembrandts "Christus im Sturm" erwischte es. Da der Raubüberfall nach amerikanischem Recht verjährt war, als man die Täter 2013 endlich fasste, verrieten diese nicht, wo sich die Werke befinden.

Rembrandt van Rijn: "Christus im Sturm auf dem See Genezareth", 1633

Raub der Europa

Rembrandt van Rijn: "Der Raub der Europa", 1632

Bildnis als Zeuxis

Zeuxis von Herakleia war in der Antike ein berühmter griechischer Maler, mit welchem sich Rembrandt hier schamlos verglich. Rembrandt wählte für seine Darstellung einen Teil aus Zeuxis Leben, in welchem dieser bereits dem Tod geweiht war. Laut Überlieferung lachte sich der griechische Künstler zu Tode, als man ihn aufforderte eine hässliche, alte Frau zu porträtieren.

Rembrandt van Rijn: "Selbstbildnis als Zeuxis", 1663

Porträt van Cleyburg

Als Rembrandt Frau van Cleyburg porträtierte beschönigte er nichts. Er stelle die Gattin eines Rotterdammer Bierbrauers mit all ihre Falten und Schönheitsfehlern dar. Trotzdem wirkt die Portätierte durch ihr zartes Lächeln zweifellos charmant.

Rembrandt van Rijn: "Haesje Jacobsdr. van Cleyburg", 1634

Junger Maler Atelier

Rembrandt van Rijn: "Junger Maler in seinem Atelier", um 1626

Titus als Mönch

Titus van Rijn war der einzige Sohn Rembrandts und seiner Gattin Saskia, welcher von den vier Kindern des Paares überlebte. Mehrfach kommt er in des Künstlers Werk als Modell vor. So auch hier.

Rembrandt van Rijn: " Titus als Mönch", 1660

Saskia

Rembrandt van Rijn: "Saskia van Uylenburgh", nach 1634

Zwei junge Afrikaner

Rembrandt van Rijn: "Zwei junge Afrikaner", 1661

Winterlandschaft

Seine Landschaftsdarstellungen zeichnete Rembrandt vermutlich mehr zu seinem eigenen Vergnügen, galt die Landschaftsmalerei seinerzeit doch als niedere Gattung. Seine Winterlandschaft mutet besonders realistisch an.

Rembrandt van Rijn: "Winterlandschaft", 1646

R. als junger Mann

Seine zahlreichen Selbstbildnisse sind ein Merkmal Rembrandts geworden. Anfänglich nutze der Maler sein Selbststudium, während der Anfertigung von Radierungen. Er übte so die Darstellung verschiedenster emotionaler Zustände.

Rembrandt van Rijn: "Selbstbildnis als junger Mann", um 1628

Zum Artikel: Rembrandt van Rijn – Maler der Nachtwache: Rätsel Rembrandt