Hoffnung II

Die Hoffnung von Klimt kann zweifellos zu seiner "Goldenen Epoche" gezählt werden. Die erotischen, zumeist viel Haut zeigenden Frauenbildnisse sorgten dabei für einige Skandale.

Gustav Klimt: "Hoffnung II", 1907-1908

Danae

Danae war in der griechischen Mythologie nicht nur Tochter des Akrisios und der Aganippe, sondern vielmehr noch die Geliebte des Zeus. Über den Klassizismus bis hin zur Moderne blieb sie ein wiederkehrendes Bildthema in der Kunst, welches auch Klimt in abstrakter Manier umsetzte.

Gustav Klimt: "Danae", 1907-1908

 

Bauerngarten mit Sonnenblumen

Der hier verlockende Garten ist in der Villa Orleander am Attersee zu finden, wo der Künstler gerne seine Sommer verlebte und die ihn umgebende Landschaft abbildete.

Gustav Klimt: "Bauerngarten mit Sonnenblumen", 1906

Avenue in Schloss Kammer Park

Gustav Klimt: "Avenue in Schloss Kammer Park", 1912

Die Freundinnen

Klimts Frauendarstellungen wurden seinerzeit kontrovers diskutiert. Kritiker sahen den Maler als misogynen Salonmaler, der Frauen als Objekte darstellte. Seine erotisierende Darstellungsweise kam in der Kunstwelt nicht immer gut an.

Gustav Klimt: "Die Freundinnen", 1916-1917

Schloss Kammer am Attersee

In der Näher von Klimts Sommerresidenz befand sich auch das Wasserschloss in Schörfling. In zahlreichen Gemälden griff der Künstler das Thema des Schlosses auf.

Gustav Klimt: "Schloss Kammer am Attersee", 1908-1909

Der Kuss

Klimts "Goldene Periode" ist prägend für das berühmteste Bild des Künstlers, den "Kuss". Diese Schaffensphase wurde von von altägyptischer Mystik, japanischen Farbholzschnitten und einer Reise nach Ravenna 1903 beeinflusst, wo Klimt in den Kirchen die herrlichen goldenen, byzantinischen Mosaike sah.

Gustav Klimt: "Der Kuss", 1907-1908

Birkenwald I

Gustav Kimt: "Birkenwald I", 1902

Dame mit Fächer

Als Klimt verstarb stand die "Dame mit Fächer" noch auf seiner Staffelei. Das Bild gehört zu den beiden letzten Gemälden des Malers.

Gustav Klimt: "Dame mit Fächer", 1917-1918

Die drei Lebensalter der Frau

Das Gemälde "Die drei Lebensalter der Frau" ist das größte Gemälde auf Leinwand des Künstlers. Es zeigt drei Frauen, die sich in jeweils anderen Lebensphasen befinden und steht somit sinnbildlich für den Lauf des Lebens.

Gustav Klimt: "Die drei Lebensalter der Frau", 1905

Adele Bloch-Bauer I

"Mehr Blech als Bloch". So wetterten Experten zu Beginn des 20. Jahrhunderts über Klimts Porträt. Doch wirtschaftlich war es ein riesen Erfolg und galt als teuerstes Bild der Welt. Das Bildnis der unglücklichen Zuckerfabrikanten- Gattin Adele Bloch-Bauer wurde zum Synonym des Kunstmarkt–Hypes.

Gustav Klimt: "Adele Bloch-Bauer I", 1907

Portrait of Fritza Riedler

Mit einigen seiner großbürgerlichen Auftraggeberinnen soll Gustav Klimt Affären unterhalten haben. in seinen zahlreichen Porträts stellte er sie aber als unnahbare Göttinnen dar. In seinen allegorischen Bildern entwickelte Klimt dem Zeitgeist nach immer mehr das Bild der Femme fatale.

Gustav Klimt: "Portrait of Fritza Riedler", 1906

Sonja Knips

Gustav Klimt: "Sonja Knips", 1898

Beethovenfries: Die feindlichen Gewalten

Eine Niederlage der prüden Beamtenschaft erlitt Klimt 1898, als er das mächtige Gemächt seines Theseus am Plakat zur ersten Ausstellung der Secession auf Druck von oben durch Zweige verdecken musste. Im Jahr zuvor hatte Klimt sich gemeinsam mit Koloman Moser, Josef Hoffmann oder Joseph Maria Olbrich hatte vom traditionellen Wiener Künstlerhaus-Verein abgespalten und die Secession gegründet. In deren Keller lockt heute noch Klimts berühmter, von Beethovens Neunter Symphonie inspirierter Wandfries die Touristen an, das 1902 Höhepunkt einer Ausstellung rund um Max Klingers Beethoven-Statue war.

Gustav Klimt: "Beethovenfries: Die feindlichen Gewalten", 1901

Beethovenfries

Gustav Klimt: "Beethovenfries: Chor der Paradiesengel und Umarmung", 1901

Beethovenfries

Gustav Klimt: "Beethovenfries: Genien und Poesie", 1901

Die Erwartung

Den Auftrag den Speisesaal des Palais Stoclet zu gestalten erhielt Klimt in Zusammenarbeit mit Leopold Forstner. Dessen Mosaikwerkstätte  sollte der Ausführung des Fries mit Expertise zur Seite stehen. Klimt schuf die ersten Entwürfe bereits 1905, änderte aber sein Konzept später und zeichnete im Sommer 1908 in seiner Sommerresidenz am Attersee die Übertragungszeichnungen in Originalgröße.

Gustav Klimt: "Die Erwartung", Detail für den Entwurf für den Stoclet-Fries, 1905-1909

Lebensbaum

Über die kunsthistorische Bdeutung Klimts wird bis heute dabattiert. Darunter gelten seine Arbeiten für das Palais Stockel als Bestätigung seiner Rolle als Vorreiter der Moderne, der in seiner Ornamentik die Abstraktion vorbereitete und der in Ausstattungsgesamtkunstwerken wie dem Brüsseler Palais Stoclet überzeugte.

Gustav Klimt: "Lebensbaum", Detail für den Entwurf für den Stoclet-Fries, 1905-1909

Dame mit Hut und Federbo

Die "Dame mit Hut und Federboa" wurde 2001 seinen Besitzern durch die österreichische Regierung zurückgegeben. Wiedererlangt, verkauften die Besitzer es für über 20 Millionen Euro auf dem Kunstmarkt.

Gustav Klimt: "Dame mit Hut und Federboa", 1909

Portrait der Helene Klimt

Helene Klimt, war die hier als sechs Jährige dargestellte Nichte des Künstlers. Nach dem Tod seines Bruders 1882, wurde Klimt der offizielle Vormund des Mädchens.

Gustav Klimt: "Portrait der Helene Klimt". 1898

Gustav Klimt

Gustav Klimt: "Zuschauerraum im alten Burgtheater", 1888

Die Sirenen

Das Sujet der im Wasser schwebenden Frauenkörper findet sich regelmäßig im Werk Klimts. Auch in seinen Landschaftsbildern, spielt das Thema Wasser mit seiner spiegelnden Oberfläche und Tiefe häufig eine Rolle.

Gustav Klimt: "Die Sirenen", 1889

Judith I

Nicht nur als mythologische Figur, ist die Judith im Triumph über Holofernes bei Klimt als starke Frau dargestellt. Sie ziert auch die Rückseite des österreichischen 500 Schilling ziert. Am 26. April 1989 erschien diese Münze in Gedenken an Klimt, in Silber in einer Auflage von 350.000 Stück.

Gustav Klimt: "Judith I", 1901

Wasserschlangen I

Die Wasserschangen I wurden vielfach von Experten interpretiert. Die geschlossenen Augen und der leicht geöffnete Mund der Frau, die dem Betrachter das Gesicht zuwendet, werden keinesfalls als schlafend, sondern vielmehr als genießend gedeutet. Klimt zeigt auch hier Zeichen der sexuellen Befriedigung und Erregung in seiner Darstellung der Frauenfigur.

Gustav Klimt: "Freundinnen. (Wasserschlangen I)", 1904-1907

Nuda Veritas

Die "nackte Wahrheit" fordert den Betrachter in ungeschützter Frontalität heraus. Sie gehört zu Gustav Klimts Hauptwerken zur Zeit der Secessionsgründung. Im Jahr 1900 kaufte der Dichter Herrmann Bahr das Gemälde der nackten jungen Frau mit Spiegel.

Gustav Klimt: "Die nackte Wahrgeit – Nuda Veritas", 1899

Judith II

Gustav Klimt: "Judith II", 180 x 180 cm, 1909

Hermine Gallia

Die wohlhabende und kunstaffine Wiener Familie Gallia wurde 2011 durch ein Buch des Schriftstellers Tim Bonyhady in Erinnerung gerufen. Das in einem Nachkommen, veröffentlichte Werk Wohllebengasse. Die Geschichte meiner Wiener Familie lautet der Titel. Klimt wurde von Hermine Gallias Mann beauftragt seine Ehefrau zu portraitieren. Das noch unvollendete Gemälde fand zudem einen Platz in der vom 14. November 1903 bis zum 6. Januar 1904 laufenden Ausstellung  der Wiener Secession. Diese war ausschließlich Klimt gewidmet.  Bei der Ausstellung kaufte die Familie Gallia eines der neuen Gemälde Klimts, eine Waldszene.

Gustav Klimt: "Hermine Gallia", 1904

Emilie Flöge

Emilie Louise Flöge war nicht nur Muse und Partnerin Klimts, sondern zudem selbst Modeschöpferin und Unternehmerin. Sie galt als schillernde Persönlihkeit der Wiener Bohème und wurde vielfach vom Künstler gemalt. Kunsthistoriker meinen, dass Klimt auf seinem berühmtesten Bild "Der Kuss" Emilie Flöge und sich selbst als Liebespaar dargestellt hat.

Gustav Klimt: "Emilie Flöge", 1902

Goldfische

Die Verherrlichung der Schönheit, insbesondere der weiblichen, stand im Zentrum der Werke Klimts. Die silbernen und goldenen Ornamente scheinen einer Räumlichkeit zuvorzukommen. Die Darstellung des Raumes tritt in Klimts Werk in den Hintergrund.

Gustav Klimt: "Goldfische", 1901

Zum Artikel: Gustav Klimt – Maler des Jugendstils: Wien im Goldrausch