Sandro Botticelli (1445 bis 1510) gilt als der Renaissancekünstler schlechthin. In den Florentiner Uffzien ist ihm ein eigener Saal gewidmet, in dem unter anderem die berühmte "Geburt der Venus", "Der Frühling" oder die "Madonna mit dem Granatapfel" ausgestellt sind.

Sandro Botticelli: "Geburt der Venus", 1485/86, Tempera auf Leinwand, 172,5 × 278,5 cm, Uffizien Florenz

Das wohl berühmteste Gemälde der Welt (heute im Pariser Louvre) markiert einen Gipfelpunkt der Hochrenaissance.

Leonardo da Vinci: "Mona Lisa (La Gioconda)", 1503-1505, Öl auf Pappelholz, 76,8 cm x 53 cm, Louvre Paris

Eines der berühmtesten Wandgemälde der Welt stammt von Leonardo da Vinci: "Das Abendmahl", 1495-1498, Seccotechnik, 422 cm × 904 cm

Auch Tizian, mit seinen großartigen Porträts von Dogen, Päpsten, Kaufleuten und der wunderschönen "Flora", gehörte zu den wichtigsten Künstlern der Renaissance.

Tizian: "Flora", um 1515, Öl auf Leinwand, 79,7 cm × 63,5 cm

Sandro Botticelli: "Primavera (Der Frühling)", um 1482/1487, Tempera auf Holz, 203 × 314 cm

Die Deckengemälde Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan möchten jedes Jahr vier Millionen Besucher sehen.

Michelangelo: "Die Erschaffung Adams", 1508-1512, Fresko, 480 cm × 230 cm, Sixtinische Kapelle

Raffaels Hauptwerk ist in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden zu sehen: "Die Sixtinische Madonna", 1512/13, Öl auf Leinwand, 269,5 x 201 cm

 

Raffaels berühmte "Stanzen" (Zimmer) sind im zweiten Stock des Vatikanspalastes zu besichtigen. Insgesamt gestaltet Raffael hier vier Säle. Die berühmtesten Fresken sind im hier abgebildeten "Stanza della Segnatura", 1508–1511, zu sehen.

Der erste, der die Zentralperspektive erfolgreich anwandte, war Masaccio (1401 bis 1428) mit seiner grandiosen "Dreifaltigkeit", einem fast sieben Meter hohen Fresko in der Florentiner Kirche Santa Maria Novella. Masaccio, bedeutendster Maler der italienischen Frührenaissance, verlegte die Szene in eine illusionistische Architektur, einen Triumphbogen mit weit in den Raum reichendem Gewölbe.

Masaccio: "Dreifaltigkeit", 1425 bis 1428, Fresko, 667 × 317 cm, Santa Maria Novella

Auch Paolo Uccello (1397 bis 1475) mit seinen wuchtigen Schlachtenbildern wird zur Frührenaissance gezählt: "Die Schlacht von San Romano", um 1438/40, 182 × 320 cm, ursprünglich ein Zyklus aus drei Gemälden

Begnadeter Porträtist der Renaissance war Giovanni Bellini der von 1437 bis 1516 lebte: "Porträt des Dogen Leonardo Loredan", um 1501

Giovanni Bellini: "Bildnis eines Condottie", 1475-80, Öl auf Holz, 47 x 33 cm

Das berühmtestes Gemälde von Andrea Mantegna zeigt den verwundeten Körper des toten Christus in realistischer Schärfe und kühner Untersicht.

Andrea Mantegna: "Beweinung Christi", 1475/78, Öl auf Holz, 66 × 81 cm

Albrecht Dürer: "Die Auferstehung Christi", aus: "Die große Holzschnitt-Passion", 1510, Holzschnitt, 391 x 277 mm

Albrecht Dürers letzter Kupferstich entstand auf Wunsch des Porträtierten:  "Erasmus von Rotterdam", Kupferstich, 1526. Die lateinisch-griechische Inschrift bedeutet "Bildnis des Erasmus von Rotterdam, angefertigt von Albrecht Dürer, gemäß dem lebendigem Vorbild – sein besseres Bild wird von seinen Schriften gezeichnet werden."

Die kühlen, wie emailliert wirkenden Porträts von Agnolo Bronzino (1503 bis 1572), gefielen Cosimo I. von Florenz. Dutzende Male hat Bronzino das herzogliche Paar und ihre acht Kinder gemalt: "Porträt des Cosimo de' Medici", 1545

Agnolo Bronzino: "Andrea Doria als Neptun", 1540/50, Öl auf Leinwand, 115 × 53 cm

Parmigianino (1503 bis 1540) hat in seinem kurzen Leben gleich zwei exzentrische Ikonen des Manierismus hinterlassen: "Selbstporträt im konvexen Spiegel", 1523/24, Öl auf Pappelholz, und ...

... Meisterwerk des Manierismus von Parmigianino: "Madonna mit dem langen Hals", 1532 bis 1540, Öl auf Holz, 216 × 132 cm, Uffizien Florenz

Die zerdehnten Gliedmaßen, bleichen, hohlwangigen Gesichter von Heiligen und Priestern des in Griechenland geborenen Spaniers El Greco (um 1541 bis 1614) verstörten seine Zeitgenossen und auch noch spätere Generationen. Heute wird El Greco als Genie im Spannungsfeld zwischen Renaissance, Manierismus und beginnendem Barock gefeiert.

El Greco: "Die Öffnung des fünften Siegels", 1608/1614, Öl auf Leinwand, 224,8 × 199,4 cm