Durch unzählige Vorstudien legte Jean-Auguste-Dominique Ingres die Komposition für "Das türkische Bad", 1862, fest. Das Gemälde, das sich heute im Pariser Louvre befindet, ist eines seiner berühmtesten Werke.

Beispiel eines frühen Herrscherporträts von Jean-Auguste-Dominique Ingres: "Napoleon I auf seinem kaiserlichen Thron", 1806. Hervorzuheben ist hier die betonte Darstellung der kaiserlichen Machtinsignien.

Jean-Auguste-Dominique Ingres: "Die große Odaliske", 1814, 91 × 162 cm

Zum Schlüsselwerk des Klassizismus wurde Jacques-Louis Davids Monumentalgemälde: "Der Schwur der Horatier", 1784. Es zeigt die Drillinge aus dem noblen römischen Geschlecht der Horatier, die sich im Kampf um die Stadt Alba geopfert haben sollen.

Jacques-Louis David: "Selbstporträt", 1794. David war einer der Pioniere des Klassizismus. Er hatte 1777 das begehrte mehrjährige Stipendium des Prix de Rome erhalten und studiert in Italien nicht nur die Kunst von Raffael und Michelangelo, sondern holte sich Inspiration auch bei den Wandmalereien von Pompeji und Herculaneum.

 

 

Jacques-Louis Davids berühmtestes Gemälde bezog sich auf eine tatsächliche Begebenheit: "Der Tod des Marat", 1793, zeigt die Ermordung des Revolutionsführers Jean Paul Marat durch seine Gegnerin Charlotte Corday. Sie erstach ihn 1793 in der Badewanne.

Von Jacques-Louis Davids Gemälde "Bonaparte beim Überschreiten der Alpen am Großen Sankt Bernhard" gibt es insgesamt 5 Versionen, die alle zwischen 1800 und 1802 entstanden sind.

Einer der wichtigsten Vertreter des Klassizismus im deutschsprachigen Raum war Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751 bis 1829), der auch den Beinamen Goethe-Tischbein trug. Sein berühmtestes Gemälde zeigt den Dichter Johann Wolfgang Goethe: “Goethe in der Campagna“, 1787

Die schweizerisch-österreichische Malerin Angelika Kauffmann wurde von Goethe als "ein Weib von ungeheurem Talent" bezeichnet: "Selbstporträt", 1784

Angelika Kauffmann, die als Wunderkind schon früh malte, schuf neben Porträts und Selbstbildnissen auch Allegorien, Historienbildern und mythologische Darstellungen: "Venus überredet Helena Paris zu erhören", 1790, Öl auf Leinwand, 102 × 127,5 cm

Angelika Kauffmann: "Bildnis Johann Joachim Winckelmann", 1764, Öl auf Leinwand. Winckelmann schrieb den legendäre Satz nieder: "Das allgemeine vorzügliche Kennzeichen der Griechischen Meisterstücke ist endlich eine edle Einfalt, und eine stille Größe, sowohl in der Stellung als im Ausdruck."

Ein weiterer wichtiger deutscher Vertreter des Klassizismus war Anton Raphael Mengs, der sich mit "Der Parnass", hier als Studie zum Fresko in der Villa Albani, direkt auf die Theorien von Johann Joachim Winckelmann in dessen Schrift: "Gedanken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst" (1755) bezog.

Christian Gottlieb Schick ist besonders für seine Porträts bekannt: "Bildnis der Heinrike Dannecker", 1802, Öl auf Leinwand, 119 x 100 cm

Die Malerin Marie Louise Élisabeth Vigée-Lebrun gehört zu den wichtigen französischen Vertretern des Klassizismus: "Selbstbildnis mit Tochter Jeanne Julie Louise", 1789

Hauptwerk des Klassizismus von Johann Gottfried Schadow: "Die Prinzessinnengruppe", Gipsausführung von 1795 in der Friedrichswerderschen Kirche in Berlin. Von Schadow stammt auch die Quadrig auf dem Brandenburger Tor.

Der Triumpfbogen ist eines der Wahrzeichen von Paris und typisches Beispiel der Architektur des französischen Klassizismus. 1806 wurde er von Napoleon I. in Auftrag gegeben. Der Entwurf des Architekten Jean-François Chalgrin bezieht sich auf antike römische Architektur.

Die klassizistische St. Nikolaikirche in Potsdam, ein Zentralbau mit quadratischem Grundriss, entstand nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel in den Jahren 1830 bis 1837

Querschnitt der St. Nikolaikirche in Potsdam auf einer Zeichnung von Gustav Emil Prüfer, 1853

Die Propyläen (links) und Glypothek von Leo von Klenze wurden zwischen 1816 und 1862 in München erbaut und orientieren sich an griechischer Tempelarchitektur

Zum Artikel: Kunst und Architektur des Klassizismus: Crashkurs Klassizismus