Ridley Howard - Starter

Nachhaltige Bilder

Sie lieben die Großstadt und sehnen sich nach Entschleunigung? Dann werden Sie Ridley Howards Malerei mögen!

Als Ridley Howard an einer Serie von Akten und Porträts arbeitete, sah er irgendwann keine Personen mehr auf seinen Bildern, sondern nur noch geometrische Abstraktionen und Farbflächen.

So setzte der New Yorker Maler den nächsten Schritt und malte abstrakte Bilder, in denen es um Farben und Formen geht und mit denen er seine traditionellen Porträtstudien paarte.

Auch wenn Howard immer wieder zu Porträts zurückkehrt, offenbart er in vielen seiner Arbeiten, dass er mehr an dem Design eines Pullovers, an den Streifen des Bettüberwurfs oder dem Teppichmuster interessiert ist als an den Menschen. An einem Paar beim Liebesakt fällt vor allem die zitronengelbe Strumpfhose der sonst nackten Frau auf. Der zweite Blick fällt auf die Leberflecke, die Howard auf dem Rücken des Mannes platzierte. Bei Holly, Rose Dress von 2011 ist Howards Frau nur mit der unteren Gesichtshälfte zu erkennen. Ihr mit Rosen und Streifen gemustertes Kleid füllt das Bild aus.

Howard lässt Pop Art und die Tradition der italienschen Renaissance-Malerei ineinander fließen. Alex Katz, Edward Hopper und Ed Ruscha sind offensichtliche Vorbilder. Bei seinen Abstraktionen lehnte er sich bei Josef Albers an. Diese Einflüsse verarbeitet er zu kleinformatigen, trotz ihrer Farbigkeit niemals lauten Bildern mit äußerst weichen Linien. "Slows" nannte er seine letzte Solo-Ausstellung 2012 bei seiner New Yorker Galerie Koenig & Clinton, weil eine zarte, detailverliebte Malerei wie diese in High-Speed-Internetzeiten den Betrachter dazu auffordert, sich Zeit zu nehmen und ein Bild wirklich zu erkunden.

Ridley Howard

Geboren: 1973 in Atlanta, Georgia.

Wohnort: Brooklyn, New York.

Ausbildung: University of Georgia, Boston Museum School.

Initialzündung: Mein Großonkel war ein Bastler und Maler, der Bilder von Tieren, Cowboys oder Gebirgen schätzte. Als Kind wollte ich wie er ein Kelleratelier haben – als akzeptierte Form der Realitätsflucht.

Höhepunkt: In New York zu leben, zu arbeiten und Teil dieser
Community zu sein.

Tiefpunkt: Ha … Mir fallen einige ein! Aber Tiefpunkte gehören dazu. In den meisten Fällen liegt es außerhalb deiner Kontrolle, was frustrierend sein kann.

Helden: Ich mag Ed Ruscha, John Wesley und eine Reihe von Post-Pop-Artists, einige von Will Barnets Bildern, Ralston Crawford, Fra Angelico, Piero della Francesca, Hans Memling und Holbein. Außerdem eine Reihe von abstrakten Malern und Filmemachern, die mit der Sprache der Malerei spielen wie Antonioni und besonders Godard.

Credo: Harte Arbeit, weiche Kanten.

Ein Rat, der Ihnen geholfen hätte: Zu lernen, wie ich das Leben im Atelier von der Welt draußen trenne. Das Atelier ist heilig.
Warum Künstler? Früher hätte ich wohl eine komplexere Antwort gegeben, aber heute male ich lieber, als etwas anderes mit meiner Zeit zu machen. Kunst ist der Schauplatz, der mich reflektieren, sündigen oder Dinge klarstellen lässt, persönlich und kulturell. Vielleicht ist es wertvoll, zu diesem Dialog beizutragen.
http://www.ridleyhoward.com/