Dierk Maass - Bookmarks

Faszinierende Bergpanoramen

Der Fotograf und Extrembergsteiger Dierk Maass führt uns mit seinen Bildern in den Nordwesten Nepals, in den sogenannten inneren Dolpo, ein tibetisches Siedlungsgebiet im Himalaya.
Beste Kunstbücher:Himalaya-Fotos des Extrembergsteigers Dierk Maas

Dierk Maass: "28° 46‘ 20.094“ N 83° 10‘ 41.400“ E"

Was ist drin?

Der Bildband zeigt Schwarzweißaufnahmen in nostalgischem Sepiaton von atemberaubenden Bergpanoramen im Himalaya.

In den extrem entlegenen tibetischen Siedlungen auf bis über 4000 Metern Höhe hat Dierk Maass auch das archaische Leben der Menschen fotografisch dokumentiert. Hierher gelangt nur, wer es nicht scheut, zu Fuß in etwa fünf Tagesmärschen 5000 Meter hohe Pässe zu überqueren. Und Ausländern war das bis 1993 noch verwehrt.

Was ist die These?

Bei aller Globalisierung gibt es noch Orte auf der Welt, die komplett anders sind, als die uns vertrauten Breiten. Aber um dorthin zu gelangen, bedarf es einiger körperlicher Strapazen.

Die schönste Seite?

Das Foto mit dem Titel beziehungsweise der GPS-Markierung 28° 53’ 49.031" N 83° 11’ 21.678" E. Zu sehen ist eine Großfamilie auf der Terrasse ihres Hauses, einer kunstvoll-filigranen Architektur aus Holzbalken und aufeinandergeschichteten Schieferplatten, die sich wie ein Schwalbennest an die Felswand schmiegt.

Der Autor

Dierk Maass, geboren 1943 in Hildesheim, lebt in Zürich. Er ist habilitierter Herzchirurg – und eben auch Extrembergsteiger (er hat über 60 Sechstausender und Achttausender ohne Sauerstoffgerät bezwungen) und Fotograf.

Das Zitat

"Man ertappt sich hier bei dem Gedanken, dass all diese Menschen und Dinge irgendwann einmal hier hinaufgetragen worden sein mussten oder sich selbst heraufgetragen hatten: voller Mühsal über mehrere Tausend Meter hohe Pässe, in eine Region, deren Bewohner nicht über Straßen verfügen und in die man nur kraft der eigenen Füße gelangt, es sei denn, vereinzelt mit dem Hubschrauber."

Wer braucht das?

Fotonostalgiker mit Fernweh.

Das gefällt

Die Bergpanoramen mit ihren stürzenden Linien und fein gezeichneten Strukturen entwickeln eine faszinierende Dreidimensionalität.

Was ätzt die Kritikerin?

Das völlige Fehlen von Seitenzahlen macht das Wiederfinden bestimmter Abbildungen mühsam. Offenbar konnte der Fotograf die Kamerascheu der Tibeterinnen nicht ganz durchbrechen, warum sonst bei der Arbeit in gebückter Haltung von hinten aufgenommene Frauen?

Coffee-table-Faktor

4 (von 1 "Vorsicht Taschenbuch!" bis 5 "Sumo: So groß wie Helmut Newtons dickste Bände") Edel in beigem Leinen gebunden – zugleich das Passepartout für eine Bergpanorama aus dem Fotoband. Sehr dekorativ!

Gewicht

Ein schlanker Bildband: 1400 Gramm.

Dierk Maass: Shades of Dolpo

Mit einem einführenden Essay von Christian Janecke. Kehrer Verlag. 104 Seiten, 55 Triplexabb. 28 Euro
http://www.dierk-maass-ch.com/index.php?id=5