Gib mir fünf! - Tipps der Woche

Die fünf Tipps der Woche

Jede Woche stellen wir Kunst-Höhepunkte vor, die Sie nicht verpassen dürfen. Diesmal: Nachwuchskunst in Offenbach, den Herbstrundgang der SpinnereiGalerien in Leipzig, die Theatergruppe Rimini-Protokoll in Heidelberg, die IV. Moraltarantula in Hamburg und die Malerinnen Gitte Jabs, Egle Otto und Johanna Tiedtke in Hamburg.
Die Tipps der Woche:Die fünf Tipps der Woche

Bei der Hamburger Ausstellung Moraltarantula IV: Max Frisinger, "Tilt", 2009

Hamburg: Moraltarantula IV

Unter dem Motto "Das Auge sieht mit" versammeln Marcel Hüppauff und Thomas Schumann nun schon zum vierten Mal bei der diesjährigen Ausstellung "Moraltarantula" über 80 zeitgenössische Künstler. Unter anderem stellen Monika Michalko, Michael Conrads, Max Frisinger und Sophie Lembcke ihre neuesten Werke aus. Die Ausstellung ist vom 10. bis 12. September im Hamburger Elektrohaus zu sehen.

Offenbach: Festival junger Talente

Der hessische Kreativnachwuchs gibt sich selbstbewusst: Zum fünften Mal veranstaltet der Verein für Kunstförderung Rhein-Main e.V. das "Festival Junger Talente" (10. September bis 19. September). 75 Studenten der Hochschulen in den Bereichen Bildende und Darstellende Kunst und Musik treffen in der Kreativwerkstatt zusammen und präsentieren rund 50 Arbeiten wie die von Maylin Habig. Die Studentin der Hochschule für Gestaltung in Offenbach beeindruckt mit ihren lebensgroßen, in sich zusammengesunkenen Stoffpuppe und das Gießener Künstlerkollektiv Skart präsentiert "Galactic Gigolo", eine verrückte Performance mit elektronischen Beats, in der es um Liebe, Sex und Geschlechterrollen geht. Das Festival findet auf dem Gelände der Energieversorgung Offenbach und in der ehemaligen Diamantenbörse in Frankfurt statt.

Leipzig: Herbstrundgang der SpinnereiGalerien

Auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei in Leipzig werden am kommenden Wochenende unter anderem die neuesten Werke von Neo Rauch und Hans Aichinger vorgestellt. In der ASPN Galerie ist Arthur Zalewskis Fotoinstallation "The Idiot" zu sehen. Zalewskis Fotografien lassen weder den geografischen Ort, noch dessen Nutzung erahnen. Die Galerie Halle 14 präsentiert die Gruppenausstellung "An das Gerät!", die nicht so sehr das fertige Kunstwerk, sondern Vehikel, Instrumente, Objekte und Werkzeuge zeigen wird, die zu Kunstwerken führen. Beim diesjährigen Herbstrundgang (11. und 12. September) werden mehr als 100 Künstler in über 15 Galerien ihre Werke ausstellen.

Heidelberg: Rimini-Protokoll

Sie kaufen ein Bügelbrett, und während Sie es bezahlen, ertönt im Kaufhaus die Lautsprecheransage, dass Sie der glückliche Käufer sind, oder Sie speisen in einem Gourmetrestaurant, und unter ihrem Tisch wird ein Theaterstück insziniert. Surreale Eingriffe in den Alltag wie diese sind die Spezialität der Theatergruppe Rimini Protokoll, die am kommenden Wochenende Heidelberg ein wenig auf den Kopf stellen wird. Die Performances der Gruppe lassen den Zuschauer große wie kleine "Détournements" erleben, Augenblicke, in denen sich die Wahrnehmung der Welt für einen Moment verschiebt. Das Künstlerkollektiv, bestehend aus Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel gilt als Protagonisten und Begründer eines neuen Reality Trends auf den Bühnen, der die junge deutsche Theaterszene entscheidend geprägt hat.

Hamburg: Galerie Oel-Früh

Die Hamburger Ausstellung "Nur die Kunst ist künstlich, alles andere ist Theater" zeigt Werke von Gitte Jabs, Egle Otto und Johanna Tiedtke. Die Kuratorin Wiebke Gronemeyer stellte sich die Fragen: "Was macht ein Bild, eine Figur, eine Idee, eine Vision zu einem Motiv der Malerei? Wie löst sich die zentrale Frage der Darstellbarkeit im Bild? Was ist ein Bild, und was eine Abbildung? Was ist eine Vorstellung, und was ist eine Darstellung?" Die künstlerische Auseinandersetzung von Jabs, Otto und Tiedtke liegt in dem Verhältnis zwischen Darstellung und Vorstellung, Realität und Kunst, aber auch zwischen Motiv und Umgebung, Inhalt und Form. Die drei Malerinnen beschäftigen sich besonders mit der Frage, was Malerei überhaupt zu Kunst macht. Die Ausstellung ist vom 8. bis zum 22. September zu sehen.